Schritt für Schritt zum natürlichen und sicheren Sitz
Eine Perücke richtig aufzusetzen ist leichter, als es beim ersten Versuch vielleicht erscheint. Dennoch entscheiden einige kleine Details darüber, ob die Perücke anschließend natürlich aussieht, angenehm sitzt und sich im Alltag sicher anfühlt. Besonders wichtig sind die Position des Haaransatzes, die Ausrichtung an den Seiten, der Sitz im Nacken und eine zur Kopfgröße passende Einstellung der Montur.
Gerade beim ersten Tragen besteht häufig die Versuchung, eine Perücke einfach möglichst weit auf den Kopf zu ziehen oder besonders eng einzustellen. Beides führt nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis. Eine zu tief positionierte Perücke kann unnatürlich wirken, während eine unnötig enge Einstellung Druckstellen verursachen kann.
Auch die Frage, ob vorhandenes Eigenhaar unter einer Wig Cap gebündelt werden sollte, lässt sich nicht für jede Person gleich beantworten. Entscheidend sind Haarlänge, Haardichte, Montur und das persönliche Tragegefühl.
In diesem Ratgeber des Friseurbedarf 24 Online Shop zeigen wir Ihnen deshalb Schritt für Schritt, wie Sie eine Perücke richtig aufsetzen, ausrichten und kontrollieren. Außerdem erklären wir typische Fehler und woran Sie erkennen können, ob die gewählte Perückengröße tatsächlich zu Ihrem Kopf passt.
Vor dem Aufsetzen der Perücke: Eigenhaar und Montur vorbereiten
Bevor Sie die Perücke aufsetzen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Ausgangssituation. Vorhandenes Eigenhaar sollte so untergebracht werden, dass unter der Montur möglichst keine ausgeprägten Erhebungen entstehen.
Bei kurzen Haaren genügt es häufig, das Eigenhaar möglichst gleichmäßig am Kopf anliegen zu lassen. Längeres Haar sollte dagegen so verteilt werden, dass sich nicht das gesamte Volumen an einer einzigen Stelle sammelt. Ein großer Knoten oder Pferdeschwanz unter der Montur kann die Form der Perücke verändern und den Sitz beeinträchtigen.
Eine Wig Cap kann dabei helfen, längeres oder dichteres Eigenhaar zu bündeln. Sie ist jedoch keine zwingende Voraussetzung für das Tragen einer Perücke. Manche Menschen empfinden eine Unterziehhaube als angenehm, andere bevorzugen den direkten Kontakt zwischen Montur und Kopf.
Mehr über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten erfahren Sie in unserem Ratgeber Wig Cap unter der Perücke – wann eine Unterziehhaube sinnvoll ist.
Bevor die Perücke aufgesetzt wird, sollte außerdem kontrolliert werden, ob sich die Weitenregulierung auf beiden Seiten in einer sinnvollen Ausgangsposition befindet. Eine extrem enge Einstellung bereits vor dem ersten Aufsetzen ist nicht empfehlenswert.
Ein natürlicher und sicherer Sitz beginnt bereits bei Größe, Montur und Passform – deshalb lohnt es sich, sorgfältig eine passende Perücke auszuwählen, bevor zusätzliche Hilfsmittel zur Befestigung in Betracht gezogen werden.
Perücke richtig aufsetzen – die Schritt-für-Schritt-Anleitung
Beim richtigen Aufsetzen einer Perücke geht es nicht darum, die Montur möglichst fest über den Kopf zu ziehen. Ziel ist vielmehr, sie kontrolliert aufzusetzen und anschließend anhand mehrerer Orientierungspunkte auszurichten.
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Nehmen Sie eine eventuell getragene Brille zunächst ab. So können die seitlichen Bereiche der Perücke ungehindert positioniert werden.
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Fassen Sie die Perücke so an, dass Sie die Montur kontrolliert über den Kopf führen können. Gehen Sie dabei behutsam mit feinen Bereichen wie einem Filmansatz beziehungsweise einer Lace Front um.
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Setzen Sie die Perücke zunächst auf und ziehen beziehungsweise führen Sie die Montur anschließend vollständig über den Hinterkopf.
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Richten Sie nun den vorderen Haaransatz aus. Orientieren Sie sich an der Stelle, an der ein natürlicher Haaransatz plausibel beginnen würde.
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Kontrollieren Sie anschließend die seitlichen Bereiche. Die Perücke sollte auf beiden Seiten möglichst symmetrisch positioniert sein und nicht über den Ohren liegen.
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Prüfen Sie den Sitz im Nacken. Die Montur sollte vollständig und gleichmäßig auf dem Kopf sitzen und weder nach oben gerutscht noch unnötig weit nach unten gezogen sein.
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Erst jetzt beurteilen Sie die Weitenregulierung. Falls notwendig, kann sie innerhalb des vorgesehenen Einstellbereichs angepasst werden.
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Zum Schluss bringen Sie die Frisur mit den Fingern beziehungsweise entsprechend den Pflege- und Stylinghinweisen des jeweiligen Haarmaterials in Form.
Mit etwas Übung dauert dieser Ablauf nur kurze Zeit. Gerade am Anfang lohnt es sich jedoch, die einzelnen Schritte bewusst durchzuführen, statt die Perücke lediglich aufzusetzen und sofort nach der Frisur zu beurteilen.
Wo sollte der Haaransatz einer Perücke sitzen?
Der Haaransatz einer Perücke hat großen Einfluss darauf, wie natürlich das Gesamtbild wirkt. Sitzt die Perücke deutlich zu weit vorne, kann die Stirn optisch verkürzt erscheinen. Wird sie dagegen zu weit nach hinten geschoben, kann der Haaransatz ebenfalls unnatürlich wirken.
Eine häufig verwendete Orientierung liegt ungefähr im Bereich von vier Fingerbreiten oberhalb der Augenbrauen. Dies sollte jedoch nicht als starre Zentimeterregel verstanden werden. Gesichtsproportionen und der natürliche Haaransatz unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.
Wer noch Eigenhaar besitzt, kann sich häufig am ursprünglichen beziehungsweise vorhandenen Haaransatz orientieren. Bei vollständigem Haarverlust helfen die eigenen Gesichtsproportionen und ein Blick aus etwas größerer Entfernung in den Spiegel.
Gerade bei einer Lace Front beziehungsweise einem Filmansatz ist eine sorgfältige Positionierung wichtig. Diese feine Konstruktion soll den vorderen Haaransatz besonders natürlich erscheinen lassen. Wird sie deutlich zu tief auf die Stirn gezogen, kann dieser Effekt verloren gehen.
Nach dem Aufsetzen sollte deshalb nicht nur aus wenigen Zentimetern Entfernung in den Spiegel geschaut werden. Treten Sie einen Schritt zurück und betrachten Sie das gesamte Gesicht. So lässt sich die Position des Haaransatzes wesentlich besser beurteilen.
Die Seiten richtig ausrichten – warum der Ohrenbereich wichtig ist
Nach dem Haaransatz sollten die Seiten der Perücke richtig ausgerichtet werden. Viele Monturen besitzen im Bereich der Schläfen beziehungsweise vor den Ohren seitliche Orientierungselemente. Diese helfen dabei, die Perücke symmetrisch zu positionieren.
Kontrollieren Sie, ob beide Seiten ungefähr auf gleicher Höhe sitzen. Ist eine Seite deutlich höher als die andere, kann die gesamte Perücke leicht verdreht auf dem Kopf sitzen.
Die Perücke sollte außerdem nicht über die Ohren gezogen werden. Das kann nicht nur unangenehm sein, sondern ist auch ein Hinweis darauf, dass Position oder Größe noch einmal überprüft werden sollten.
Dieser Bereich ist besonders wichtig für Menschen, die eine Brille tragen. Die Brillenbügel treffen genau dort auf die seitliche Montur. Deshalb sollte zuerst die Perücke korrekt ausgerichtet und anschließend die Brille aufgesetzt werden.
Wie beide Komponenten komfortabel zusammenspielen, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Perücke mit Brille tragen – so sitzen Brille und Perücke bequem zusammen.
Auch der Sitz im Nacken gehört zur richtigen Position
Beim Aufsetzen einer Perücke konzentriert sich der Blick häufig auf Stirn und Haaransatz. Für einen guten Sitz ist jedoch auch der Nackenbereich wichtig.
Die Montur sollte hinten vollständig über den Kopf geführt und in ihrer vorgesehenen Position getragen werden. Sitzt sie im Nacken zu hoch, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Perücke noch nicht vollständig aufgesetzt wurde oder dass die Passform überprüft werden sollte.
Gleichzeitig sollte die Montur nicht mit übermäßiger Kraft möglichst weit nach unten gezogen werden. Haaransatz, Seiten und Nacken müssen zusammen betrachtet werden.
Wenn sich die Perücke nur dadurch in einer vermeintlich richtigen Position halten lässt, dass an einer anderen Stelle stark gezogen oder gespannt werden muss, sollte die Größe kontrolliert werden.
Wie eng sollte eine Perücke sitzen?
Eine Perücke sollte sicher, aber nicht unnötig eng sitzen. Der häufige Gedanke, dass eine besonders fest eingestellte Perücke automatisch weniger verrutscht, führt in der Praxis nicht immer zu mehr Tragekomfort.
Die Weitenregulierung dient zur Anpassung innerhalb des konstruktiv vorgesehenen Bereichs. Sie kann kleinere Unterschiede ausgleichen, macht aus einer grundsätzlich falschen Perückengröße jedoch nicht automatisch eine passende.
Ein guter Sitz bedeutet, dass die Perücke bei normalen Kopfbewegungen ihre Position zuverlässig beibehält, ohne unangenehmen Druck zu erzeugen.
Entstehen bereits nach kurzer Zeit deutliche Druckstellen oder Kopfschmerzen, sollte die Einstellung überprüft werden. Umgekehrt kann eine sehr lockere Montur, die sich bei kleinen Bewegungen deutlich verschiebt, ebenfalls auf eine ungeeignete Passform hinweisen.
Für die Auswahl der richtigen Größe empfehlen wir unseren ausführlichen Beitrag Ellen Wille Perückengrößen richtig bestimmen.
Woran erkenne ich, dass meine Perücke richtig sitzt?
Ob eine Perücke richtig sitzt, lässt sich besser anhand mehrerer Merkmale beurteilen als anhand eines einzigen Punktes. Ein kurzer Kontrollblick nach dem Aufsetzen hilft dabei, kleine Fehler sofort zu erkennen.
- Der Haaransatz befindet sich in einer zum Gesicht passenden Position.
- Die Perücke sitzt gerade und ist nicht seitlich verdreht.
- Die seitlichen Bereiche befinden sich auf ungefähr gleicher Höhe.
- Die Ohren werden nicht von der Montur überdeckt.
- Der Nackenbereich sitzt vollständig in seiner vorgesehenen Position.
- Bei normalen Kopfbewegungen verschiebt sich die Perücke nicht deutlich.
- Es entstehen keine unangenehmen Druckstellen durch eine unnötig enge Einstellung.
Bewegen Sie den Kopf nach der Kontrolle ruhig nach links und rechts und neigen Sie ihn leicht nach vorne. Eine gut passende Perücke sollte sich dabei sicher anfühlen.
Eine Perücke muss sich dabei nicht so anfühlen, als wäre sie mit maximaler Kraft am Kopf befestigt. Sicherheit entsteht in erster Linie durch eine passende Größe und korrekte Position.
Was tun, wenn die Perücke nach dem Aufsetzen rutscht?
Wenn die Perücke nach dem Aufsetzen rutscht, sollte nicht sofort zu zusätzlichen Befestigungsmitteln gegriffen werden. Zunächst gilt es herauszufinden, warum sich die Montur bewegt.
Kontrollieren Sie als Erstes die Position. Sitzt der Haaransatz richtig? Sind die seitlichen Bereiche symmetrisch? Ist die Montur vollständig über den Hinterkopf geführt worden?
Anschließend kann die Weitenregulierung überprüft werden. Kleine Anpassungen können sinnvoll sein. Starkes Zusammenziehen einer eigentlich zu großen Perücke ist dagegen keine ideale Dauerlösung.
Auch vorhandenes Eigenhaar kann den Sitz beeinflussen, wenn es unter der Montur sehr ungleichmäßig verteilt wurde.
Erst nachdem diese Punkte geprüft wurden, sollte über zusätzliches Zubehör nachgedacht werden. Eine Unterziehhaube, ein dafür vorgesehenes Haftband oder andere Befestigungsmöglichkeiten können in bestimmten Situationen sinnvoll sein, ersetzen aber keine passende Grundgröße.
Wenn Sie dieses Problem kennen, finden Sie eine ausführliche Ursachenanalyse in unserem Beitrag Meine Perücke rutscht – Ursachen und Lösungen für einen sicheren Sitz.
Perücke mit Eigenhaar richtig aufsetzen
Eine Perücke mit Eigenhaar richtig aufzusetzen erfordert vor allem eine gleichmäßige Verteilung der eigenen Haare. Je länger und dichter das Eigenhaar ist, desto wichtiger wird dieser Punkt.
Das Ziel besteht darin, unter der Montur eine möglichst gleichmäßige Kopfform zu erhalten. Größere Haaransammlungen können sichtbare Erhebungen erzeugen und gleichzeitig den verfügbaren Raum innerhalb der Perücke verändern.
Lange Haare sollten deshalb nicht einfach zu einem großen Knoten am Hinterkopf zusammengefasst werden. Je nach Haarlänge können sie flacher am Kopf verteilt und anschließend mit einer geeigneten Unterziehhaube gebündelt werden.
Bei sehr kurzem oder feinem Eigenhaar ist eine Wig Cap dagegen nicht zwangsläufig erforderlich. Hier entscheidet das persönliche Tragegefühl.
Wichtig ist außerdem, Veränderungen des Eigenhaars zu berücksichtigen. Wenn sich Haardichte oder Haarlänge deutlich verändern, kann sich auch das Tragegefühl derselben Perücke verändern.
Perücke ohne Eigenhaar richtig aufsetzen
Auch eine Perücke ohne Eigenhaar wird nach denselben grundlegenden Orientierungspunkten ausgerichtet: Haaransatz, seitliche Position, Ohrenbereich und Nacken.
Da kein Eigenhaar unter der Montur liegt, kann sich das Tragegefühl jedoch anders darstellen. Die Montur liegt unmittelbar auf der Kopfhaut, sofern keine Unterziehhaube oder anderes dafür geeignetes Zubehör verwendet wird.
Gerade bei empfindlicher Kopfhaut sollte darauf geachtet werden, ob einzelne Bereiche unangenehm drücken oder reiben. Eine Unterziehhaube kann von manchen Menschen als angenehm empfunden werden, ist aber auch bei vollständigem Haarverlust kein grundsätzliches Muss.
Bei Hautirritationen oder offenen Stellen im Tragebereich sollte eine Perücke nicht einfach darüber getragen werden. In solchen Fällen sind die jeweiligen Hersteller- und gegebenenfalls medizinischen Hinweise zu beachten.
Filmansatz und Monofilament beim Aufsetzen sorgfältig behandeln
Perücken mit Filmansatz, Monofilament oder handgeknüpften Bereichen besitzen besonders fein gearbeitete Konstruktionselemente. Beim Aufsetzen sollten diese Bereiche entsprechend sorgfältig behandelt werden.
Ein Filmansatz beziehungsweise eine Lace Front besteht aus einem feinen Material im Bereich des vorderen Haaransatzes. Die Haare werden dort so verarbeitet, dass ein möglichst natürlicher Übergang entstehen kann.
Beim Aufsetzen sollte deshalb nicht unnötig stark an diesem feinen Bereich gezogen werden. Nutzen Sie zum Positionieren möglichst stabilere Bereiche der Montur und führen Sie die Perücke kontrolliert auf den Kopf.
Auch Monofilament und handgeknüpfte Partien sind hochwertige Konstruktionen, die einen sorgfältigen Umgang verdienen. Starkes Ziehen an einzelnen Haaren oder grobes Zerren an feinen Monturbereichen sollte vermieden werden.
Wenn Sie wissen möchten, was sich hinter den verschiedenen Bezeichnungen verbirgt, finden Sie in unserem Beitrag über Perückenmonturen und ihre Unterschiede eine ausführliche Erklärung.
Die Frisur erst nach dem richtigen Sitz beurteilen
Nach dem Aufsetzen sollte zunächst der Sitz der Perücke kontrolliert und erst danach die Frisur endgültig beurteilt werden. Eine leicht verdrehte oder zu weit vorne sitzende Perücke verändert automatisch auch die Wirkung von Pony, Scheitel und Seitenpartien.
Richten Sie deshalb zuerst Haaransatz, Seiten und Nacken aus. Anschließend kann die Frisur mit den Fingern vorsichtig aufgelockert und in die gewünschte Form gebracht werden.
Abhängig vom Haarmaterial gelten unterschiedliche Stylingmöglichkeiten. Klassisches Kunsthaar besitzt beispielsweise andere Eigenschaften als hitzebeständige Synthetikfasern, Prime Hair oder Echthaar.
Verwenden Sie deshalb nur Pflege- und Stylingmethoden, die für das jeweilige Haarmaterial geeignet sind. Eine klassische Kunsthaarperücke darf beispielsweise nicht einfach mit einem heißen Glätteisen oder Lockenstab bearbeitet werden.
Ausführliche Hinweise zur Reinigung und zum Umgang mit den unterschiedlichen Haarqualitäten finden Sie in unserer Pflegeanleitung für Perücken, Toupets und Haarteile.
Typische Fehler beim Aufsetzen einer Perücke
Viele typische Fehler beim Aufsetzen einer Perücke lassen sich leicht vermeiden. Häufig entstehen sie aus dem verständlichen Wunsch, die Perücke besonders sicher oder den Haaransatz besonders unauffällig wirken zu lassen.
| Typischer Fehler | Mögliche Folge | Besser |
|---|---|---|
| Perücke zu weit in die Stirn ziehen | Haaransatz und Gesichtsproportionen können unnatürlich wirken | Haaransatz an den persönlichen Proportionen ausrichten |
| Perücke über die Ohren ziehen | Unangenehmer Sitz und falsche seitliche Position | Seitliche Bereiche symmetrisch vor beziehungsweise oberhalb der Ohren ausrichten |
| Weitenregulierung maximal festziehen | Unnötiger Druck und eingeschränkter Komfort | Nur so weit regulieren, wie es für einen sicheren Sitz erforderlich ist |
| Langes Eigenhaar als großen Knoten unterbringen | Erhebung unter der Montur und veränderte Passform | Eigenhaar möglichst flach und gleichmäßig verteilen |
| Stark am Filmansatz ziehen | Unnötige Belastung des feinen Materials | Perücke kontrolliert über stabilere Monturbereiche positionieren |
| Rutschen sofort mit Befestigungsmitteln ausgleichen | Eigentliche Ursache bleibt möglicherweise bestehen | Zuerst Größe, Position und Einstellung kontrollieren |
Besonders beim ersten Aufsetzen lohnt es sich, nicht nur auf die Frisur zu schauen. Die korrekte Position der Montur ist die Grundlage dafür, dass auch die Haare anschließend so fallen, wie es vorgesehen ist.
Häufige Fragen zum richtigen Aufsetzen einer Perücke
Beim ersten Aufsetzen einer Perücke entstehen häufig ganz praktische Fragen. Die wichtigsten Antworten haben wir hier übersichtlich zusammengefasst.
- Wie herum setze ich eine Perücke auf?
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Orientieren Sie sich an der Konstruktion der Montur. Der vordere Bereich mit Haaransatz beziehungsweise Filmansatz gehört zur Stirn, während sich Kennzeichnungen und Nackenbereich entsprechend hinten befinden. Anschließend wird die Perücke anhand von Haaransatz, Seiten und Nacken ausgerichtet.
- Wie weit muss eine Perücke in die Stirn gezogen werden?
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Die Perücke sollte nicht möglichst weit in die Stirn gezogen werden, sondern an einer natürlich wirkenden Haaransatzposition sitzen. Als grobe Orientierung können die eigenen Gesichtsproportionen beziehungsweise ein noch vorhandener natürlicher Haaransatz dienen.
- Muss eine Perücke über den Ohren sitzen?
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Nein. Die Perückenmontur sollte nicht über die Ohren gezogen werden. Die seitlichen Bereiche dienen vielmehr dazu, die Perücke auf beiden Seiten korrekt und symmetrisch auszurichten.
- Wie fest muss eine Perücke sitzen?
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Sie sollte bei normalen Bewegungen zuverlässig ihre Position halten, aber keinen unnötigen Druck erzeugen. Eine besonders enge Einstellung ist nicht automatisch sicherer oder komfortabler.
- Brauche ich zum Aufsetzen eine Wig Cap?
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Nein. Eine Wig Cap ist optional. Sie kann insbesondere bei längerem Eigenhaar helfen, die Haare zu bündeln und gleichmäßiger zu verteilen. Ob sie angenehm ist, hängt von der individuellen Situation ab.
- Warum rutscht meine Perücke nach hinten?
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Mögliche Ursachen sind unter anderem Größe, Einstellung, Positionierung, Eigenhaar oder das Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Statt die Perücke lediglich stärker zu befestigen, sollte zunächst die Ursache geprüft werden.
- Kann ich meine Brille beim Aufsetzen auflassen?
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Praktischer ist es, die Brille zunächst abzunehmen, die Perücke korrekt zu positionieren und die Brille anschließend vorsichtig wieder aufzusetzen.
Fazit: Richtiges Aufsetzen ist die Grundlage für natürlichen und sicheren Sitz
Eine Perücke richtig aufzusetzen bedeutet vor allem, ihre Montur an den richtigen Orientierungspunkten auszurichten. Haaransatz, Seiten, Ohrenbereich und Nacken ergeben gemeinsam die korrekte Position.
Die Weitenregulierung dient anschließend zur Feinabstimmung. Sie sollte nicht dazu verwendet werden, eine ungeeignete Grundgröße durch möglichst starke Spannung auszugleichen. Ebenso sind Wig Caps und andere Befestigungsmöglichkeiten sinnvolle Hilfsmittel für bestimmte Situationen, aber kein Ersatz für eine passende Perücke.
Besonders beim ersten Aufsetzen lohnt es sich, langsam vorzugehen und die Position aus verschiedenen Blickwinkeln zu kontrollieren. Nach einigen Wiederholungen werden die einzelnen Handgriffe meist schnell zur Routine.
Eine richtig aufgesetzte Perücke soll schließlich nicht ständig Aufmerksamkeit verlangen. Sie soll sich möglichst selbstverständlich in den Alltag integrieren, natürlich aussehen und ein angenehmes Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Im Perückenblog des Friseurbedarf 24 Online Shop finden Sie weitere ausführliche Ratgeber zu Perückengrößen, Monturen, Wig Caps, sicherem Halt, Pflege und Tragekomfort. Damit möchten wir Ihnen nicht nur bei der Auswahl einer Perücke helfen, sondern auch bei den vielen praktischen Fragen, die erst beim täglichen Tragen entstehen.