Eine Kollektion für unterschiedliche Frisuren und Ansprüche
Eine Perückenkollektion lässt sich nicht allein danach beurteilen, wie viele verschiedene Frisuren sie bietet. Für die Auswahl sind ebenso Haarmaterial, Monturtechnik, Haarlänge, Größe und Stylingmöglichkeiten entscheidend. Die Ellen's Changes Perücken von Ellen Wille zeigen besonders deutlich, wie unterschiedlich diese Eigenschaften innerhalb einer einzigen Kollektion kombiniert werden können.
Das aktuelle Sortiment reicht von kurzen Pixie-Frisuren über unterschiedliche Bob-Varianten und weich bewegte Mittellängen bis zu längeren Styles. Gleichzeitig verwendet Ellen Wille innerhalb der Kollektion nicht nur klassisches Synthetikhaar, sondern bei verschiedenen Modellen auch High Heat Fiber. Ebenso unterscheiden sich die Monturen: Je nach Modell kommen unter anderem Mono Crown, Mono Part, Lace Front, Extended Lace Front, Mini-Filmansatz und tressierte Bereiche zum Einsatz.
Genau darin liegt der eigentliche Charakter von Ellen's Changes. Die Kollektion steht weniger für eine einzige bestimmte Frisurenrichtung als für unterschiedliche Möglichkeiten, Schnitt, Material und Montur miteinander zu verbinden.
Für Kundinnen bedeutet diese Vielfalt allerdings auch, dass nicht jede Changes Perücke automatisch dieselben Eigenschaften besitzt. Eine High-Heat-Perücke verlangt einen anderen Umgang als klassisches Synthetikhaar. Eine Mono-Part-Konstruktion bietet andere Möglichkeiten als ein Mono Crown. Und eine Extended Lace Front ist nicht mit einem Mini-Filmansatz gleichzusetzen.
In diesem Ratgeber des Friseurbedarf24 Online Shop erklären wir deshalb die aktuelle Ellen's Changes Kollektion systematisch: Welche Modelle gibt es? Welche Haarmaterialien werden verwendet? Was bedeuten die verschiedenen Monturtechniken? Und wie finden Sie heraus, welche Changes Perücke tatsächlich zu Ihren Anforderungen passt?
Was ist die Ellen's Changes Kollektion von Ellen Wille?
Ellen's Changes ist eine Perückenkollektion von Ellen Wille, die verschiedene moderne Damenfrisuren in unterschiedlichen Haarlängen zusammenfasst. Im aktuellen Herstellerprogramm umfasst die Kollektion 19 Modelle.
Das Spektrum reicht von kompakten Kurzhaarfrisuren wie Pixie und Elan über bewegte Modelle wie Loop oder Night bis zu Bob-Varianten wie French Mono Part, Flirt Mono Part oder Delight Mono Part. Mit Diva Mono Part, Impress und Wanted Mono Part sind außerdem deutlich längere Frisuren vertreten.
Die Kollektion sollte deshalb nicht auf einen bestimmten Altersbereich, eine bestimmte Gesichtsform oder einen bestimmten Anlass reduziert werden. Entscheidend ist vielmehr das jeweilige Modell.
Auch technisch gibt es innerhalb Ellen's Changes erhebliche Unterschiede. Manche Perücken besitzen lediglich einen gezielt handgeknüpften Wirbelbereich, andere einen handgeknüpften Scheitel. Je nach Modell kommt ein kleiner, normaler oder erweiterter Filmansatz hinzu.
Ein wesentlicher Unterschied besteht außerdem beim Haarmaterial. Die aktuelle Kollektion umfasst sowohl klassisches Synthetikhaar als auch High Heat Fiber.
Die aktuellen Ellen's Changes Modelle im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt die derzeit von Ellen Wille innerhalb der Changes Kollektion geführten Modelle und ihr jeweiliges Haarmaterial. Gerade diese Gegenüberstellung macht deutlich, warum pauschale Aussagen über „die Changes Kunsthaarperücke“ nicht ausreichen.
| Modell | Haarmaterial |
|---|---|
| Alive Mono Part | Synthetikhaar |
| Anima | High Heat Fiber |
| Bliss | High Heat Fiber |
| Cool | Synthetikhaar |
| Delight Mono Part | High Heat Fiber |
| Diva Mono Part | High Heat Fiber |
| Elan | High Heat Fiber |
| Flirt Mono Part | Synthetikhaar |
| French Mono Part | Synthetikhaar |
| Impress | Synthetikhaar |
| Lia Mono Part II | High Heat Fiber |
| Loop | Synthetikhaar |
| Night | Synthetikhaar |
| Pixie | Synthetikhaar |
| Raise | Synthetikhaar |
| Sing Mono Part | High Heat Fiber |
| Touch Mono Part | Synthetikhaar |
| Turn Mono Part | Synthetikhaar |
| Wanted Mono Part | Synthetikhaar |
Allein beim Haarmaterial verteilt sich die Kollektion damit auf zwei deutlich unterschiedliche Gruppen: zwölf aktuelle Modelle bestehen aus klassischem Synthetikhaar, sieben aus High Heat Fiber.
Diese Unterscheidung ist kaufentscheidend. Wer eine möglichst formstabile Frisur sucht und seine Haarstruktur nicht regelmäßig verändern möchte, kann mit klassischem Kunsthaar sehr gut zurechtkommen. Wer dagegen gezielt thermisch stylen möchte, sollte auf ein entsprechend ausgewiesenes High-Heat-Modell achten.
Synthetikhaar oder High Heat Fiber – der wichtigste Materialunterschied
Ein zentraler Fehler vieler älterer Beschreibungen der Ellen's Changes Kollektion besteht darin, sämtliche Modelle pauschal als gewöhnliche Kunsthaarperücken einzuordnen. Das aktuelle Sortiment ist differenzierter.
Klassisches Synthetikhaar besitzt eine weitgehend gespeicherte Frisurenstruktur. Nach einer sachgerechten Reinigung kehrt die Faser normalerweise wieder in die für das jeweilige Modell vorgesehene Grundform zurück. Das kann den täglichen Stylingaufwand deutlich reduzieren.
Modelle wie French Mono Part, Flirt Mono Part, Loop, Night, Pixie, Raise, Touch Mono Part, Turn Mono Part oder Wanted Mono Part nutzen diese Eigenschaft.
High Heat Fiber ist ebenfalls synthetisches Haar, wurde jedoch für eine größere thermische Formbarkeit entwickelt. Innerhalb der jeweiligen Herstellerangaben kann die Haarstruktur mit geeigneten Stylinggeräten angepasst werden.
Das betrifft innerhalb der aktuellen Changes Kollektion unter anderem Anima, Bliss, Delight Mono Part, Diva Mono Part, Elan, Lia Mono Part II und Sing Mono Part.
| Eigenschaft | Klassisches Synthetikhaar | High Heat Fiber |
|---|---|---|
| Grundfrisur formstabil | ja | ja, abhängig von Styling und Modell |
| Thermisch umformbar | nicht vorgesehen | innerhalb der Herstellervorgaben |
| Täglicher Stylingaufwand | meist gering | abhängig von gewünschter Form |
| Material | synthetische Haarfaser | hitzeresistente synthetische Haarfaser |
| Pflege | für Synthetikhaar geeignete Produkte | materialgerechte Pflege für High Heat Fiber |
High Heat Fiber sollte dabei nicht mit Echthaar gleichgesetzt werden. Auch hitzeresistentes Kunsthaar bleibt eine synthetische Faser. Thermisches Styling ist eine zusätzliche Möglichkeit, aber kein Freibrief für beliebig hohe Temperaturen oder ständige Umformung.
Wer die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Kunsthaar und Echthaar genauer vergleichen möchte, findet weitere Informationen in unserem Ratgeber Echthaar oder Kunsthaar – welche Perücke passt zu mir?.
Mono Part, Mono Crown und Tressen – die Monturen unterscheiden sich deutlich
Neben der Haarfaser gehört die Monturkonstruktion zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Gerade innerhalb Ellen's Changes kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, die nicht miteinander verwechselt werden sollten.
Ein Mono Part bezeichnet einen gezielt mit Monofilament gearbeiteten Scheitelbereich. Die Haare werden dort einzeln von Hand in ein feines Trägermaterial eingeknüpft. Dadurch kann die darunterliegende Kopfoberfläche optisch hindurchscheinen und eine differenziertere Scheitelwirkung unterstützt werden.
Wichtig: „Teil-Monofilament“ und „Mono-Scheitel“ sind bei einem Mono-Part-Modell nicht zwei voneinander unabhängige Ausstattungsmerkmale. Das Teil-Monofilament bildet gerade den entsprechend gearbeiteten Scheitelbereich.
Ein Mono Crown befindet sich dagegen nicht entlang einer Scheitellinie, sondern im Bereich des Wirbels beziehungsweise Crown. Diese Konstruktion findet sich beispielsweise bei verschiedenen kürzeren oder bewegten Frisuren der Kollektion.
Bei Pixie und Impress arbeitet Ellen Wille aktuell beispielsweise mit Mono Crown und einer ansonsten tressierten Montur, ohne Lace Front. Andere Modelle kombinieren einen handgeknüpften Bereich mit einem Filmansatz.
Die Tressen bilden bei zahlreichen Changes Modellen einen großen Teil der restlichen Montur. Dabei werden Haarreihen auf feine Bänder gearbeitet und anschließend zur Perückenbasis zusammengesetzt. Zwischen den einzelnen Tressen bleiben Zwischenräume.
Eine tressierte Konstruktion sollte dabei nicht als grundsätzlich minderwertig verstanden werden. Sie erfüllt eine andere Aufgabe als eine vollständig handgeknüpfte Montur. Entscheidend ist, welche Eigenschaften tatsächlich für die gewünschte Frisur benötigt werden.
Eine ausführliche Erklärung aller wichtigen Konstruktionen finden Sie in unserem Ratgeber über Perückenmonturen und ihre Unterschiede.
Lace Front ist nicht gleich Lace Front
Auch beim vorderen Haaransatz gibt es innerhalb Ellen's Changes mehrere unterschiedliche Konstruktionen. Deshalb sollte nicht pauschal behauptet werden, sämtliche Modelle hätten denselben „unsichtbaren Filmansatz“.
Je nach Modell verwendet Ellen Wille einen normalen Filmansatz, eine Extended Lace Front, einen Mini-Filmansatz oder gar keine Lace Front.
Bei einer klassischen Lace Front werden Haare entlang eines begrenzten vorderen Bereichs in ein sehr feines Trägermaterial eingearbeitet. Das kann einen weicheren optischen Übergang zwischen Stirn und Frisur unterstützen und ermöglicht, einzelne vordere Haarpartien offener zu tragen.
Eine Extended Lace Front führt diesen fein gearbeiteten Bereich weiter entlang der vorderen Kontur. Modelle wie Delight Mono Part oder Diva Mono Part nutzen beispielsweise eine solche erweiterte Frontkonstruktion.
Ein Mini-Filmansatz fällt deutlich kleiner aus und konzentriert die feine Verarbeitung auf einen begrenzten Frontbereich.
Andere Modelle benötigen aufgrund ihrer Frisurenführung gar keine Lace Front. Pixie und Impress werden aktuell beispielsweise ohne Filmansatz geführt.
Damit gilt auch hier: Größer und technisch aufwendiger bedeutet nicht automatisch besser. Wer eine Frisur überwiegend in die Stirn trägt, benötigt möglicherweise keine Extended Lace Front. Wer dagegen eine möglichst offene Frontgestaltung wünscht, sollte dieses Merkmal stärker gewichten.
Eine Lace Front ist zudem nicht unter allen Bedingungen „unsichtbar“. Ihre tatsächliche Wirkung hängt unter anderem von korrekter Positionierung, Kopfform, Hautton, Frisur und Lichtverhältnissen ab.
Von Pixie bis Langhaar – die Frisurenvielfalt richtig einordnen
Die große Stärke der Ellen's Changes Kollektion liegt in der unterschiedlichen Frisurenauswahl. Dabei sollte jedoch nicht versucht werden, jedem Modell pauschal eine bestimmte Gesichtsform oder Altersgruppe zuzuordnen.
Kurze Modelle wie Pixie oder Elan stellen andere Anforderungen als ein mittellanger Bob. Ein kompakter Kurzhaarschnitt zeigt mehr von Stirn, Ohren, Hals und Gesichtskontur und benötigt entsprechend andere Proportionen als eine längere Frisur.
Im mittleren Bereich finden sich verschiedene Interpretationen des Bobs. French Mono Part wirkt beispielsweise deutlich klassischer, während Delight Mono Part durch High Heat Fiber und weichere Bewegung mehr Möglichkeiten zur Veränderung der Struktur bietet.
Flirt Mono Part bewegt sich ebenfalls im Bobbereich und kombiniert diesen mit Mono Part und Extended Lace Front. Sing Mono Part wiederum verbindet eine geradlinigere Bobform mit High Heat Fiber.
Turn Mono Part und Loop setzen stärker auf Bewegung beziehungsweise Locken, während Touch Mono Part eine mittellange Wellenfrisur bietet.
Für längere Frisuren stehen unter anderem Wanted Mono Part, Diva Mono Part und Impress. Dabei unterscheiden sich diese Modelle wiederum erheblich beim Haarmaterial und bei der Montur. Diva Mono Part besitzt High Heat Fiber und eine Extended Lace Front; Impress dagegen klassisches Synthetikhaar, Mono Crown und keine Lace Front.
Genau diese Unterschiede zeigen, warum die Haarlänge allein kein ausreichendes Auswahlkriterium ist.
Welche Ellen's Changes Perücke passt zu mir?
Bei 19 aktuellen Modellen kann die Auswahl zunächst umfangreich wirken. Sie wird jedoch deutlich übersichtlicher, wenn einige Fragen in der richtigen Reihenfolge beantwortet werden.
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Welche Haarlänge wünsche ich? | grenzt Kurzhaar-, Bob-, mittellange und lange Modelle ein |
| Welche Grundstruktur soll die Frisur besitzen? | glatt, bewegt, gewellt oder lockiger Charakter |
| Möchte ich thermisch umstylen? | entscheidet zwischen klassischem Synthetikhaar und High Heat Fiber |
| Wie wichtig ist mir ein definierter Scheitel? | Mono Part kann relevant sein |
| Brauche ich einen verfeinerten Wirbel? | Mono Crown kann ausreichend sein |
| Möchte ich die Front offen tragen? | Art und Größe der Lace Front werden wichtiger |
| Welche Kopfgröße benötige ich? | entscheidend für Sitz und Position der Montur |
| Wie viel Pflege und Styling möchte ich investieren? | Haarlänge und Faser beeinflussen den Aufwand |
Besonders sinnvoll ist es, nicht mit der Frage „Welche Perücke sieht auf dem Bild am schönsten aus?“ zu beginnen. Zunächst sollte geklärt werden, welche Eigenschaften im persönlichen Alltag tatsächlich wichtig sind.
Wer beispielsweise niemals thermisch stylt, benötigt die zusätzliche High-Heat-Eigenschaft nicht zwangsläufig. Umgekehrt kann ein klassisches Kunsthaarmodell unpassend sein, wenn regelmäßige Veränderungen der Haarstruktur ausdrücklich gewünscht werden.
Gleiches gilt für die Montur. Eine Extended Lace Front oder ein großflächiger handgeknüpfter Bereich ist nur dann ein echter Vorteil, wenn die dadurch entstehenden Stylingmöglichkeiten auch genutzt werden.
Monturgröße und Passform – „Average“ ist keine Garantie
Viele Ellen's Changes Modelle werden im durchschnittlichen Größenbereich angeboten. Trotzdem sollte eine vermeintliche Standardgröße nicht ungeprüft gewählt werden.
Der Kopfumfang ist nur einer von mehreren Faktoren. Auch Kopflänge, Kopfbreite, Stirnform und Hinterkopf beeinflussen die Passform.
Eine falsche Größe wirkt sich außerdem nicht nur auf das persönliche Tragegefühl aus. Auch technische Elemente der Perücke können dadurch an der falschen Position liegen.
Bei einem Mono-Part-Modell verschiebt sich beispielsweise der Scheitel. Eine Lace Front liegt möglicherweise nicht an der vorgesehenen Stirnposition. Bei Mono Crown verändert sich die Lage des Wirbels. Auch Ohrbereiche und Nackenabschluss können ungünstig sitzen.
Deshalb sollte die Kopfgröße vor der Bestellung sorgfältig bestimmt werden.
Wie Sie richtig messen und welche Größenbereiche Ellen Wille anbietet, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Ellen Wille Perückengrößen richtig bestimmen.
Farben bei Ellen's Changes – Mix, Rooted und die Wirkung der Frisur
Die Farbauswahl ist ein weiterer Bereich, in dem pauschale Empfehlungen wenig hilfreich sind. Nicht jede blonde Farbe passt automatisch zu einem bestimmten Teint, und eine Rooted-Ausführung ist nicht grundsätzlich natürlicher als eine Farbe ohne dunkleren Ansatz.
Ellen Wille verwendet bei vielen Farben Zusätze wie „mix“ und „rooted“.
„Mix“ bezeichnet eine Mischung beziehungsweise Strähnung verschiedener Farbtöne. Die Wirkung kann je nach Schnitt sehr unterschiedlich ausfallen. Bei Wellen oder Locken treffen die einzelnen Partien in unterschiedlichen Winkeln auf das Licht, sodass Farbnuancen stärker hervortreten können.
„Rooted“ beschreibt einen dunkler gestalteten Ansatz. Ein solcher Kontrast kann insbesondere bei helleren Längen deutlich sichtbar sein und Scheitel beziehungsweise Front optisch stärker strukturieren.
Bei einer kurzen, gestuften Frisur wirkt dieselbe Farbkonstruktion anders als bei einer langen, ruhigen Haarfläche. Die Farbe sollte deshalb immer gemeinsam mit dem konkreten Modell beurteilt werden.
Produktbilder können die tatsächliche Nuance außerdem nur annähernd wiedergeben. Tageslicht, Kunstlicht, Kamera und Bildschirmdarstellung beeinflussen die Wahrnehmung.
Eine ausführliche Erklärung des Farbsystems finden Sie in unserem Ratgeber über Farbangaben bei Perücken und Haarteilen.
Pflege der Changes Perücken – das Haarmaterial entscheidet
Für die gesamte Ellen's Changes Kollektion eine einzige Pflegeanleitung zu formulieren wäre zu ungenau. Bereits die Unterscheidung zwischen klassischem Synthetikhaar und High Heat Fiber macht unterschiedliche Stylinghinweise erforderlich.
Grundsätzlich sollten für synthetisches Zweithaar geeignete Reinigungs- und Pflegeprodukte verwendet werden. Die Perücke sollte beim Waschen nicht kräftig gerieben, geknetet oder ausgewrungen werden.
Fein gearbeitete Bereiche wie Mono Part, Mono Crown oder Lace Front verdienen einen besonders vorsichtigen Umgang. Starkes Ziehen direkt an diesen Materialien kann die Konstruktion unnötig beanspruchen.
Bei klassischem Synthetikhaar sind heiße Stylinggeräte nicht vorgesehen. High Heat Fiber erlaubt dagegen innerhalb der Herstellerangaben thermisches Styling. Trotzdem sollte Hitze gezielt und nicht unnötig häufig eingesetzt werden.
Auch die Haarlänge beeinflusst die Pflege. Lange synthetische Fasern kommen häufiger mit Schultern, Jacken, Schals und Kragen in Kontakt. Dadurch entsteht mehr mechanische Reibung als bei kurzen Frisuren.
Eine pauschale Waschregel wie „alle sieben bis vierzehn Tage“ ist ebenfalls wenig sinnvoll. Der tatsächliche Reinigungsbedarf hängt unter anderem von Tragedauer, Schweiß, Umweltbedingungen und Stylingprodukten ab.
Unsere ausführliche Anleitung finden Sie im Beitrag Perücken richtig pflegen – Anleitung für Kunsthaar und Echthaar.
Warum spezielle Zweithaarprodukte sinnvoll sind und welches Shampoo für welche Faser geeignet ist, erklären wir zusätzlich in unserem Beitrag über das richtige Perücken-Shampoo.
Auch die richtige Aufbewahrung hängt von der Frisur ab
Zwischen den Tragezeiten sollten Changes Perücken so aufbewahrt werden, dass Montur und Frisur möglichst wenig zusammengedrückt werden.
Bei kurzen Modellen ist dies relativ unkompliziert. Bei längeren Frisuren sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass die Längen nicht dauerhaft geknickt oder stark miteinander verwickelt werden.
Ein geeigneter Perückenständer kann bei regelmäßiger Nutzung praktisch sein. Die Montur kann darauf auslüften und die Haarpartien erhalten ausreichend Raum.
Nach der Reinigung sollte die Perücke vollständig trocknen können, bevor sie länger verstaut wird. Lace Front und andere feine Monturbereiche sollten nicht dauerhaft geknickt oder zwischen Gegenständen eingeklemmt werden.
Welche unterschiedlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten sinnvoll sind, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Perücken richtig aufbewahren – Perückenständer im Vergleich.
Wenn Sie die im Ratgeber beschriebenen Unterschiede direkt anhand der aktuell verfügbaren Modelle nachvollziehen möchten, finden Sie in unserer Ellen's Changes Collection von Ellen Wille die verschiedenen Kurzhaar-, Bob- und Langhaarfrisuren mit ihren verfügbaren Farben und Ausstattungen.
Fazit: Ellen's Changes ist heute deutlich vielseitiger als eine reine Kunsthaar-Kollektion
Die Ellen's Changes Perücken von Ellen Wille lassen sich heute nicht mehr sinnvoll mit einer einzigen Beschreibung zusammenfassen. Die aktuelle Kollektion umfasst 19 Modelle und verbindet sehr unterschiedliche Frisuren, Monturen und zwei verschiedene synthetische Haarfaser-Konzepte.
Klassisches Synthetikhaar bietet vor allem Formstabilität und vergleichsweise geringen täglichen Stylingaufwand. High Heat Fiber erweitert bei ausgewählten Modellen die Möglichkeiten zur thermischen Veränderung der Haarstruktur.
Auch die Monturen unterscheiden sich deutlich. Mono Part konzentriert die handgeknüpfte Verarbeitung auf einen Scheitelbereich, Mono Crown auf den Wirbel. Je nach Modell kommen Mini-Filmansatz, Lace Front oder Extended Lace Front hinzu – während andere Perücken bewusst ohne Lace Front konstruiert sind.
Die Auswahl sollte deshalb nicht allein anhand von Frisur oder Produktfoto erfolgen. Haarlänge, gewünschte Struktur, Stylinggewohnheiten, Haarmaterial, Scheitel- und Frontgestaltung sowie die passende Monturgröße sollten gemeinsam betrachtet werden.
Genau darin liegt die Stärke der Ellen's Changes Kollektion: Nicht jede Perücke versucht, dieselben technischen Merkmale anzubieten. Stattdessen stehen unterschiedliche Kombinationen zur Verfügung – vom unkomplizierten kurzen Synthetikhaar-Pixie bis zum langen High-Heat-Modell mit Mono Part und Extended Lace Front.
Die beste Changes Perücke ist daher nicht automatisch das technisch aufwendigste oder längste Modell. Entscheidend ist die Perücke, deren Schnitt, Haarfaser und Monturkonstruktion möglichst gut zu den persönlichen Anforderungen passen.