Gezielte Haarergänzung mit Remy-Echthaar
Wenn das Eigenhaar am Oberkopf sichtbar an Dichte verliert, muss eine vollständige Perücke nicht automatisch die passende Lösung sein. Solange ausreichend eigenes Haar vorhanden ist, kann ein Topper gezielt den Bereich ergänzen, in dem mehr Abdeckung und Haarfülle gewünscht werden.
Das Ellen Wille Magic Haarteil aus der Top Power Kollektion ist für genau diese Form der partiellen Haarergänzung konzipiert. Der Topper besteht aus 100 % Remy-Echthaar und verbindet eine vollständig handgeknüpfte Monofilament-Basis mit einer Lace Front. Mit seiner mittelgroßen Basis kann Magic insbesondere bei leichter bis mittlerer Haarverdünnung im vorderen Bereich, am Oberkopf und rund um den Wirbel interessant sein.
Die Entscheidung für einen hochwertigen Echthaar-Topper sollte jedoch nicht allein aufgrund des Materials oder der Frisur getroffen werden. Entscheidend ist, ob Größe und Form der Basis zum tatsächlichen Abdeckungsbedarf passen, ausreichend geeignetes Eigenhaar für die Befestigung vorhanden ist und sich Farbe, Haarlänge und Struktur harmonisch mit der eigenen Frisur verbinden lassen.
In diesem Ratgeber des Friseurbedarf24 Online Shop erfahren Sie deshalb nicht nur, wie Magic aufgebaut ist. Wir erklären auch, für welche Haarsituation dieser Topper geeignet sein kann, welche Vorteile seine Monturkonstruktion bietet und worauf Sie bei Befestigung, Anpassung, Styling und Pflege achten sollten.
Was ist das Ellen Wille Magic Haarteil?
Magic gehört zur Top Power Kollektion von Ellen Wille und ist ein Topper beziehungsweise Oberkopf-Haarteil. Im Gegensatz zu einer vollständigen Perücke bedeckt ein Topper nicht den gesamten behaarten Kopfbereich. Stattdessen wird vorhandenes Eigenhaar gezielt ergänzt.
Der Hersteller beschreibt Magic für eine leichte bis mittlere Haarverdünnung im vorderen Bereich, am Oberkopf beziehungsweise am Wirbel. Damit richtet sich das Modell an eine Haarsituation, in der noch ausreichend Eigenhaar vorhanden ist, einzelne Bereiche jedoch mehr Dichte oder Abdeckung benötigen.
Die wichtigsten technischen Eigenschaften von Magic im Überblick:
| Eigenschaft | Ellen Wille Magic |
|---|---|
| Kollektion | Top Power |
| Produkttyp | Topper / Oberkopf-Haarteil |
| Haarmaterial | 100 % Remy-Echthaar |
| Montur | Monofilament, vollständig handgeknüpft |
| Haaransatz | Lace Front |
| Basisgröße | ca. 14 × 16,5 cm |
| Haarlänge | ca. 21,6 cm |
| Gewicht | ca. 45 g |
| Grundstruktur | glatt |
Diese technischen Daten sind für die Kaufentscheidung wichtiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Insbesondere die Basisgröße bestimmt, welchen Bereich ein Topper sinnvoll erfassen kann. Die Haarlänge wiederum beeinflusst, in welche Frisuren sich das Ergänzungshaar integrieren lässt.
Für welche Haarsituation ist Magic gedacht?
Dünner werdendes Haar entwickelt sich nicht bei jeder Person gleich. Bei manchen wird zunächst der Scheitel breiter, bei anderen verliert der vordere Oberkopf an Dichte oder die Kopfhaut wird im Wirbelbereich zunehmend sichtbar.
Magic ist nach den Herstellerangaben für eine leichte bis mittlere Haarverdünnung in diesen Bereichen konzipiert. Damit positioniert sich das Modell zwischen einer kleinen punktuellen Haarergänzung und einem großflächigen Haarersatz.
Typische Ausgangssituationen können beispielsweise sein:
- der Scheitel wirkt deutlich lichter als früher,
- das Deckhaar besitzt nicht mehr die gewünschte Dichte,
- die Kopfhaut wird im Oberkopf- oder Wirbelbereich sichtbarer,
- im vorderen Oberkopfbereich fehlt zunehmend Haarfülle,
- die vorhandene Frisur soll grundsätzlich erhalten bleiben,
- eine vollständige Perücke ist aufgrund des vorhandenen Eigenhaares nicht erforderlich.
Dabei sollte die Bezeichnung „leichte bis mittlere Haarverdünnung“ nicht als starre medizinische Einstufung verstanden werden. Für die Auswahl eines Toppers ist vielmehr entscheidend, wie groß der tatsächlich abzudeckende Bereich ist und ob die Basis diesen vollständig erfassen kann.
Ist der Bereich mit nachlassender Haardichte bereits deutlich größer als die Basis des Haarteils, kann ein größeres Topper-Modell oder eine andere Form des Haarersatzes sinnvoller sein.
Die Basis von Magic: Monofilament und Handknüpfung
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Haarteilen liegt in ihrer Monturkonstruktion. Bei Magic verwendet Ellen Wille eine vollständig handgeknüpfte Monofilament-Basis.
Beim Monofilament werden die Haare einzeln beziehungsweise in kleinen Gruppen in ein feines Trägermaterial eingearbeitet. Dadurch kann im entsprechenden Bereich der Eindruck entstehen, dass die Haare direkt aus der Kopfhaut wachsen.
Für Magic ist außerdem besonders interessant, dass die Monofilament-Konstruktion eine flexible Scheitelgestaltung ermöglicht. Das Haar ist damit nicht ausschließlich auf eine fest vorgegebene Scheitelposition beschränkt.
Die vollständige Handknüpfung unterstützt gleichzeitig die natürliche Beweglichkeit der Haare. Gerade bei einem Topper ist dies wichtig, weil das Ergänzungshaar unmittelbar auf das vorhandene Eigenhaar trifft und beide Bereiche anschließend wie eine gemeinsame Frisur wirken sollen.
Wenn Sie die verschiedenen Monturarten genauer kennenlernen möchten, erklären wir Monofilament, Tresse, Handknüpfung und weitere Konstruktionen ausführlich in unserem Beitrag über Perückenmonturen und ihre Unterschiede.
Die Lace Front unterstützt einen natürlichen vorderen Übergang
Magic besitzt zusätzlich eine Lace Front. Dabei werden im vorderen Bereich Haare in ein sehr feines Trägermaterial eingearbeitet. Bei korrekter Positionierung kann dadurch ein besonders feiner Übergang zwischen Haut und Haarteil entstehen.
Diese Konstruktion ist bei Magic besonders relevant, weil das Modell auch für eine Haarverdünnung im vorderen Oberkopfbereich vorgesehen ist. Dort fällt ein Übergang naturgemäß stärker auf als in einem vollständig von Eigenhaar verdeckten Bereich.
Eine Lace Front sollte dennoch nicht pauschal als „unsichtbar“ bezeichnet werden. Wie natürlich der Übergang tatsächlich wirkt, hängt unter anderem von der korrekten Positionierung, der individuellen Haut, der gewählten Farbe, dem Styling und der jeweiligen Betrachtungssituation ab.
Die Lace Front eröffnet außerdem die Möglichkeit, das Haar im vorderen Bereich offener aus dem Gesicht zu tragen. Damit lässt sich Magic flexibler in unterschiedliche Frisuren integrieren.
Warum Remy-Echthaar für einen Topper interessant ist
Magic besteht aus 100 % Remy-Echthaar. Bei Remy-Haar wird darauf geachtet, dass die natürliche Ausrichtung der Haarstruktur möglichst erhalten bleibt. Für einen hochwertigen Echthaar-Topper ist diese Verarbeitung besonders interessant, weil Eigenhaar und Ergänzungshaar unmittelbar miteinander kombiniert werden.
Echthaar besitzt ein natürliches Fall- und Bewegungsverhalten und lässt sich individuell frisieren. Dadurch kann Magic an die Struktur des vorhandenen Eigenhaares angepasst werden.
Das ist beispielsweise hilfreich, wenn die eigene Frisur nicht vollständig glatt getragen wird. Mit geeigneten Stylingwerkzeugen lässt sich das Echthaar innerhalb der Herstellerangaben formen und gemeinsam mit dem Eigenhaar gestalten.
Die größere Stylingfreiheit hat jedoch eine Kehrseite: Echthaar benötigt mehr Pflege und Styling als klassisches Kunsthaar. Nach einer Reinigung kehrt es nicht durch einen Memory-Effekt automatisch in eine gespeicherte Ausgangsfrisur zurück.
Wer zwischen verschiedenen Haarmaterialien schwankt, findet eine ausführliche Gegenüberstellung in unserem Ratgeber Echthaar oder Kunsthaar – welche Perücke passt zu mir?.
Die Basisgröße muss zum tatsächlichen Haarverlust passen
Magic besitzt eine Basis von ungefähr 14 × 16,5 cm. Diese Angabe sollte bei der Auswahl nicht nur als technische Produktinformation betrachtet werden. Sie entscheidet wesentlich darüber, ob das Haarteil zur eigenen Haarsituation passt.
Vor der Auswahl sollte deshalb der Bereich betrachtet werden, in dem tatsächlich Abdeckung benötigt wird. Die Basis sollte diesen Bereich sinnvoll erfassen und gleichzeitig Befestigungsmöglichkeiten in ausreichend belastbarem Eigenhaar ermöglichen.
Ein häufiger Fehler bei der Auswahl von Toppern besteht darin, sich hauptsächlich an der gewünschten Haarmenge zu orientieren. Mehr Haare bedeuten jedoch nicht automatisch ein besseres Ergebnis.
Ist die Basis zu klein, kann der ausgedünnte Bereich möglicherweise nicht vollständig abgedeckt werden. Gleichzeitig können Clips genau dort positioniert sein, wo das Eigenhaar bereits besonders fein ist.
Eine unnötig große Basis ist ebenfalls nicht automatisch besser. Sie bedeckt mehr Eigenhaar als erforderlich und kann die Integration in die vorhandene Frisur verändern.
Deshalb sollte bei Magic zuerst die Basis zur Haarsituation passen. Erst danach sollten Farbe, Styling und weitere optische Eigenschaften die Auswahl bestimmen.
Magic befestigen: Sicherer Halt ohne unnötigen Zug
Magic wird mithilfe integrierter Clips im vorhandenen Eigenhaar befestigt. Ellen Wille verwendet bei diesem Modell drucksensitive Clips, die ein komfortables Öffnen und Schließen ermöglichen sollen.
Für einen guten Sitz ist jedoch nicht entscheidend, die Clips möglichst fest zu schließen oder das Haarteil unter Spannung zu tragen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Befestigungspunkte in ausreichend stabilem Eigenhaar liegen.
Beim Aufsetzen wird Magic zunächst mit geöffneten Clips in die gewünschte Position gebracht. Kontrollieren Sie insbesondere die Lage der Lace Front und ob die Basis den Bereich mit nachlassender Haardichte vollständig erfasst.
Erst wenn die Position stimmt, werden die Clips nacheinander geschlossen. Anschließend können Eigenhaar und Ergänzungshaar vorsichtig miteinander verbunden und gemeinsam frisiert werden.
Bei sehr feinem oder bereits geschwächtem Eigenhaar sollte besonders sorgfältig geprüft werden, wo die Clips greifen. Eine dauerhaft ungünstige Zugbelastung ist zu vermeiden.
Mehr über unterschiedliche Clipbefestigungen erfahren Sie in unserem Ratgeber Toupet Clips – Haarteile und Perücken sicher befestigen.
Farbe und Anpassung entscheiden über die Integration
Ein hochwertiger Topper wirkt nicht allein aufgrund von Remy-Echthaar, Monofilament und Lace Front natürlich. Bei einem Haarteil bleibt das Eigenhaar sichtbar – und genau deshalb müssen beide Haarbereiche zusammenpassen.
Die Farbauswahl ist dabei besonders wichtig. Anders als bei einer vollständigen Perücke befindet sich das Ergänzungshaar unmittelbar neben dem eigenen Haar.
Betrachten Sie deshalb nicht nur die Ansatzfarbe. Auch Längen und Spitzen sowie eventuell vorhandene Highlights, Grauanteile oder unterschiedliche Farbnuancen sollten berücksichtigt werden.
Die von Ellen Wille verwendeten Mix- und Rooted-Farben können durch ihre Kombination verschiedener Nuancen beziehungsweise eine dunkler gestaltete Ansatzwirkung eine differenzierte Farbwirkung erzeugen.
Produktbilder auf einem Bildschirm können die tatsächliche Haarfarbe allerdings nur annähernd wiedergeben. Beleuchtung, Kamera und Bildschirmeinstellungen beeinflussen die Darstellung.
Eine ausführliche Erklärung der Farbbezeichnungen finden Sie in unserem Beitrag über Farbangaben bei Perücken und Haarteilen.
Ein Anpassungsschnitt kann den entscheidenden Unterschied machen
Magic besitzt eine Haarlänge von ungefähr 21,6 cm. Ob diese Länge unmittelbar zur eigenen Frisur passt, hängt vom individuellen Haarschnitt ab.
Ein Echthaar-Topper muss deshalb nicht zwingend exakt in der gelieferten Länge getragen werden. Ein professioneller Anpassungsschnitt kann dabei helfen, Eigenhaar und Ergänzungshaar zu einer gemeinsamen Frisur zu verbinden.
Der Schnitt sollte idealerweise vorgenommen werden, während das Haarteil korrekt auf dem Kopf positioniert ist. Nur so lässt sich beurteilen, wie das Haar tatsächlich fällt und an welchen Stellen Länge oder Kontur angepasst werden sollten.
Magic stylen – die Vorteile von Echthaar sinnvoll nutzen
Die Stylingfreiheit gehört zu den wichtigsten Vorteilen von Magic. Das Remy-Echthaar kann innerhalb der Herstellerangaben mit geeigneten temperaturregulierbaren Stylinggeräten gestaltet werden.
Damit lässt sich die Haarstruktur an das Eigenhaar anpassen. Magic kann beispielsweise glatter getragen oder mit Bewegung und einer entsprechenden Form versehen werden.
Gerade bei einem Topper sollte das Ziel jedoch nicht sein, Eigenhaar und Haarteil getrennt zu stylen. Ein besonders harmonisches Ergebnis entsteht, wenn beide gemeinsam zu einer Frisur gestaltet werden.
Wärme sollte dabei bewusst eingesetzt werden. Auch hochwertiges verarbeitetes Echthaar wird nicht mehr über eine Haarwurzel mit natürlichen Lipiden versorgt und kann durch häufige thermische Belastung beansprucht werden.
Temperaturregulierbare Geräte, geeigneter Hitzeschutz und eine möglichst schonende Arbeitsweise sind deshalb sinnvoll. Größere Veränderungen oder ein grundlegendes Umstyling können bei Bedarf von einer erfahrenen Zweithaar- oder Friseurfachkraft vorgenommen werden.
Magic richtig waschen und pflegen
Als Echthaar-Haarteil benötigt Magic eine auf verarbeitetes Echthaar abgestimmte Pflege. Gewöhnliches Shampoo für natürlich gewachsenes Eigenhaar ist nicht automatisch für Zweithaar geeignet.
Vor der Reinigung sollte das Haar vorsichtig entwirrt werden. Beginnen Sie dabei in den Spitzen und arbeiten Sie sich behutsam in Richtung Ansatz vor.
Echthaar wird schonend in natürlicher Fallrichtung gereinigt. Starkes Reiben, Kneten oder Auswringen sollte vermieden werden. Nach der Reinigung wird überschüssige Feuchtigkeit vorsichtig aufgenommen.
Da Echthaar keinen Memory-Effekt wie klassisches Kunsthaar besitzt, muss die gewünschte Frisur anschließend wieder aufgebaut werden.
Wie Echthaar im Unterschied zu Kunsthaar und High-Heat-Fasern gewaschen, getrocknet und gepflegt wird, erklären wir Schritt für Schritt in unserer Anleitung zur richtigen Pflege von Perücken und Haarteilen.
Auch die Wahl des Reinigungsproduktes ist entscheidend. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber über das richtige Perücken-Shampoo.
Magic oder ein anderer Topper – worauf kommt es wirklich an?
Magic besitzt eine klar definierte Kombination aus mittelgroßer Basis, Remy-Echthaar, Lace Front und vollständig handgeknüpftem Monofilament. Diese hochwertige Ausstattung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Magic für jede Form von dünnem Haar der richtige Topper ist.
Vor der Entscheidung sollten insbesondere folgende Punkte zusammenpassen:
- Der auszudünnende Bereich liegt hauptsächlich vorne, am Oberkopf oder rund um den Wirbel.
- Die Basis von ungefähr 14 × 16,5 cm erfasst den erforderlichen Bereich.
- An den Befestigungspunkten ist ausreichend geeignetes Eigenhaar vorhanden.
- Die Haarlänge von ungefähr 21,6 cm lässt sich sinnvoll in die eigene Frisur integrieren.
- Eine passende Farbe ist verfügbar.
- Die Stylingmöglichkeiten von Echthaar werden tatsächlich gewünscht.
- Der höhere Pflegeaufwand von Echthaar passt zum persönlichen Alltag.
Ist der Haarverlust bereits deutlich großflächiger, sollte nicht versucht werden, Magic durch eine ungünstige Positionierung trotzdem passend zu machen. Ein Topper mit größerer Basis oder gegebenenfalls eine Perücke kann dann die bessere Lösung sein.
Umgekehrt ist eine größere Haarergänzung nicht automatisch sinnvoll, wenn nur ein kleiner Bereich zusätzliche Dichte benötigt. Bei Toppern sollte die Größe immer dem tatsächlichen Bedarf folgen.
Magic und Famous – warum zwei Echthaar-Topper unterschiedlich passen können
Innerhalb der Top Power Kollektion bietet Ellen Wille mehrere Echthaar-Topper an. Dass zwei Modelle aus demselben hochwertigen Haarmaterial bestehen, bedeutet jedoch nicht, dass sie für dieselbe Haarsituation vorgesehen sind.
Basisgröße, Haarlänge, Monturkonstruktion und vorgesehener Abdeckungsbereich können sich unterscheiden. Deshalb sollte die Entscheidung niemals allein anhand der Bezeichnung „Remy-Echthaar-Topper“ getroffen werden.
Magic ist mit seiner mittelgroßen, vollständig handgeknüpften Monofilament-Basis und Lace Front gezielt für die Ergänzung im vorderen Bereich, am Oberkopf und rund um den Wirbel konzipiert. Andere Modelle können einen kleineren oder größeren Bereich erfassen beziehungsweise aufgrund ihrer Haarlänge für andere Frisuren geeigneter sein.
Gerade beim Vergleich mehrerer Topper lohnt sich deshalb ein systematisches Vorgehen: zuerst den Bereich des Haarverlustes bestimmen, anschließend die benötigte Basisgröße betrachten und erst danach Haarlänge, Farbe und Stylingmöglichkeiten vergleichen.
Wann ein Topper nicht mehr die passende Lösung ist
Ein Topper wie Magic lebt davon, dass vorhandenes Eigenhaar und Ergänzungshaar zusammenarbeiten. Genau deshalb besitzt diese Form des Haarersatzes auch Grenzen.
Wenn sich der Haarverlust über einen deutlich größeren Bereich ausbreitet, die Basis den lichten Bereich nicht mehr vollständig abdeckt oder an den vorgesehenen Befestigungspunkten kaum noch belastbares Eigenhaar vorhanden ist, sollte die bisherige Lösung neu beurteilt werden.
Eine größere Haarergänzung oder eine vollständige Perücke kann dann geeigneter sein. Das bedeutet nicht, dass ein Topper grundsätzlich nicht mehr getragen werden kann. Entscheidend ist vielmehr, ob er seine eigentliche Aufgabe noch sinnvoll erfüllt.
Wer grundsätzlich zwischen verschiedenen Formen des Haarersatzes schwankt, findet in unserem Ratgeber zum Kauf von Perücken und Haarersatz weitere Grundlagen für die Auswahl.
Fazit: Ellen Wille Magic ist ein spezialisierter Echthaar-Topper
Das Ellen Wille Magic Haarteil verbindet hochwertiges Remy-Echthaar mit einer technisch anspruchsvollen Monturkonstruktion. Die vollständig handgeknüpfte Monofilament-Basis ermöglicht eine flexible Scheitelgestaltung, während die Lace Front einen besonders feinen Übergang im vorderen Bereich unterstützen kann.
Mit einer Basis von ungefähr 14 × 16,5 cm ist Magic für eine gezielte Ergänzung bei leichter bis mittlerer Haarverdünnung im vorderen Bereich, am Oberkopf beziehungsweise rund um den Wirbel konzipiert. Die Haarlänge von ungefähr 21,6 cm bietet gleichzeitig Spielraum für die Anpassung an unterschiedliche Frisuren.
Die eigentliche Stärke eines solchen Toppers entsteht jedoch erst dann, wenn seine Eigenschaften zur individuellen Haarsituation passen. Basisgröße, vorhandenes Eigenhaar, Befestigungspunkte, Haarfarbe, Haarlänge und gewünschtes Styling sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Auch die Entscheidung für Remy-Echthaar sollte bewusst getroffen werden. Magic bietet dadurch viel Freiheit bei Anpassung und Styling, benötigt aber entsprechend mehr Pflege als ein formstabiles Kunsthaar-Haarteil.
Wenn Größe und Einsatzbereich stimmen, ausreichend geeignetes Eigenhaar vorhanden ist und die Farbe zur eigenen Frisur passt, bietet Magic eine hochwertige Möglichkeit, dünner werdendes Haar gezielt zu ergänzen, ohne die vorhandene Frisur vollständig durch eine Perücke zu ersetzen.