Wenn am Oberkopf mehr als nur etwas Volumen fehlt
Feiner werdendes Haar zeigt sich nicht immer nur an einer kleinen Stelle im Scheitel. Manchmal verliert ein größerer Bereich des Oberkopfes an Dichte, während an den Seiten und in den Längen weiterhin ausreichend Eigenhaar vorhanden ist. In einer solchen Situation kann ein größer dimensionierter Topper eine interessante Alternative zur vollständigen Perücke sein.
Genau hier lässt sich das Ellen Wille Effect Haarteil einordnen. Das Modell aus der Top Power Kollektion besitzt eine etwa 17 × 17 cm große Basis und Haarlängen von ungefähr 18 bis 35 cm. Damit gehört Effect nicht zu den sehr kleinen Haarergänzungen, sondern deckt einen vergleichsweise großzügigen Bereich des Oberkopfes ab.
Als Haarmaterial verwendet Ellen Wille eine hitzeresistente High Heat Fiber. Hinzu kommen eine Lace Front, ein Monofilament-Bereich und Tressen innerhalb der Konstruktion. Vier Clips dienen zur Befestigung im vorhandenen Eigenhaar.
Diese Kombination macht Effect vielseitig, verlangt aber auch eine sorgfältige Auswahl. Denn ein größerer Topper ist nicht automatisch besser als ein kleinerer. Entscheidend ist, ob Größe, Haarlänge, Befestigung und Konstruktion tatsächlich zur vorhandenen Haarsituation passen.
In diesem Ratgeber des Friseurbedarf24 Online Shop erklären wir deshalb ausführlich, was Effect von kleineren Haarteilen unterscheidet, für welche Ausgangssituation die 17 × 17 cm große Basis interessant sein kann und worauf Sie bei Integration, Farbe, Styling und Pflege achten sollten.
Was ist das Ellen Wille Effect Haarteil?
Effect gehört zur Top Power Kollektion von Ellen Wille und ist ein Oberkopf-Haarteil beziehungsweise Topper aus hitzeresistenter Kunstfaser. Anders als eine vollständige Perücke ersetzt Effect nicht die gesamte Frisur. Das Haarteil wird mit dem vorhandenen Eigenhaar kombiniert.
Die aktuellen Herstellerinformationen nennen folgende wesentliche Eigenschaften:
| Eigenschaft | Ellen Wille Effect |
|---|---|
| Kollektion | Top Power |
| Produkttyp | Haarteil / Topper |
| Haarmaterial | High Heat Fiber |
| Monturgröße | ca. 17 × 17 cm |
| Haarlänge | ca. 18–35 cm |
| Oberkopf | Monofilament |
| Vorderer Bereich | Lace Front |
| Weitere Konstruktion | Tressenbereiche |
| Befestigung | 4 Clips |
Gerade das Verhältnis von Basisgröße und Haarlänge ist für die Einordnung wichtig. Effect bietet mit 17 × 17 cm bereits eine größere Abdeckungsfläche, während die bis zu etwa 35 cm langen Partien weit genug über die Montur hinausreichen, um sich mit entsprechendem Eigenhaar zu verbinden.
Für welche Haarsituation kann Effect geeignet sein?
Bei der Auswahl eines Toppers sollte zunächst nicht die Frisur, sondern die Fläche betrachtet werden, die tatsächlich zusätzliche Haardichte benötigt. Das gilt bei Effect aufgrund seiner relativ großen Basis ganz besonders.
Effect kann beispielsweise interessant sein, wenn:
- ein größerer Bereich des Oberkopfes an Haardichte verloren hat,
- der Scheitel und angrenzende Bereiche gemeinsam ergänzt werden sollen,
- außerhalb der Montur noch ausreichend Eigenhaar vorhanden ist,
- eine vollständige Perücke noch nicht benötigt oder nicht gewünscht wird,
- mehr Abdeckung als bei einem kleinen, punktuell arbeitenden Topper erforderlich ist,
- eine formbare synthetische Haarfaser bevorzugt wird.
Die 17 × 17 cm große Basis sollte den ausgedünnten Bereich sinnvoll erfassen. Dabei ist nicht nur die sichtbare lichte Stelle entscheidend. Auch die Bereiche, in denen die Haardichte bereits deutlich reduziert ist, sollten bei der Beurteilung berücksichtigt werden.
Ist die Haarverdünnung wesentlich kleiner, kann ein kompakteres Haarteil ausreichen. Reicht sie dagegen deutlich über die Basis von Effect hinaus oder ist kaum noch belastbares Eigenhaar für die Clipbefestigung vorhanden, sollte geprüft werden, ob eine größere beziehungsweise andere Form des Haarersatzes sinnvoller ist.
17 × 17 cm Basis – warum die Größe bei Effect entscheidend ist
Topper unterscheiden sich nicht nur durch Frisur und Haarmaterial. Einer der wichtigsten Unterschiede liegt unter den sichtbaren Haaren: in Größe und Form der Basis.
Mit etwa 17 × 17 cm besitzt Effect eine vergleichsweise großzügige Montur. Dadurch kann das Modell einen größeren Bereich des Oberkopfes erfassen als kleine Topper, die hauptsächlich eine schmale Scheitelzone oder einen begrenzten Bereich ergänzen.
Das kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn sich die verringerte Haardichte nicht mehr auf eine einzelne kleine Stelle beschränkt.
Eine größere Basis bringt jedoch nicht automatisch ein besseres Ergebnis. Ist die Montur deutlich größer als der tatsächliche Ergänzungsbereich, wird mehr Eigenhaar überdeckt als notwendig. Außerdem müssen die vorgesehenen Befestigungspunkte auf geeignetem Eigenhaar liegen.
Umgekehrt sollte die Basis nicht zu knapp gewählt werden. Liegen ihre Ränder mitten in einem bereits stark ausgedünnten Bereich, können Abdeckung und Befestigung ungünstig sein.
Deshalb gilt auch bei Effect: Die passende Monturgröße richtet sich nach der Haarsituation – nicht danach, möglichst viel oder möglichst wenig Zweithaar zu tragen.
18 bis 35 cm Haarlänge – so verbindet sich Effect mit dem Eigenhaar
Der aktuelle Top-Power-Katalog von Ellen Wille nennt für Effect Haarlängen von ungefähr 18 bis 35 cm. Durch die unterschiedlichen Längen entsteht eine gestufte Frisurenstruktur, die sich in vorhandenes Eigenhaar einarbeiten lässt.
Wie harmonisch die Integration gelingt, hängt wesentlich von der eigenen Frisur ab. Haarlänge allein ist dabei nicht ausschlaggebend. Auch Schnitt, Struktur, Dichte und Fall des Eigenhaares spielen eine Rolle.
Bei mittellangem Eigenhaar können die längeren Partien des Toppers gemeinsam mit dem eigenen Haar frisiert werden. Bei kürzeren Frisuren kann gegebenenfalls ein Anpassungsschnitt sinnvoll sein. Bei deutlich längerem Eigenhaar übernimmt Effect hauptsächlich die zusätzliche Haardichte am Oberkopf, während die Gesamtlänge stärker durch das Eigenhaar bestimmt wird.
Ein Anpassungsschnitt sollte möglichst vorgenommen werden, während das Haarteil korrekt positioniert ist. Nur dann lässt sich beurteilen, wie die einzelnen Partien tatsächlich mit dem vorhandenen Haarschnitt zusammenfallen.
Dabei sollte zurückhaltend gearbeitet werden: Die Haare eines Toppers wachsen nicht nach. Ein einmal zu stark gekürzter Bereich lässt sich deshalb nicht wie beim Eigenhaar durch Wachstum korrigieren.
High Heat Fiber – formbares Kunsthaar mit zusätzlichen Stylingmöglichkeiten
Effect besteht nach den aktuellen Herstellerangaben aus High Heat Fiber. Damit handelt es sich um hitzeresistentes synthetisches Haar, das gegenüber klassischem Kunsthaar zusätzliche Möglichkeiten bei der Frisurengestaltung bietet.
Die Haarstruktur kann innerhalb der jeweiligen Herstellerangaben thermisch verändert werden. Dadurch lassen sich die Partien beispielsweise glatter oder bewegter gestalten und besser an die Struktur des Eigenhaares beziehungsweise an den gewünschten Look anpassen.
Gerade bei einem Topper ist diese Eigenschaft interessant. Eigenhaar und Ergänzungshaar bleiben gleichzeitig sichtbar und sollen am Ende wie eine gemeinsame Frisur wirken. Unterschiede in der Haarstruktur können deshalb stärker auffallen als bei einer vollständigen Perücke.
High Heat Fiber bleibt jedoch Kunsthaar. Das Material sollte nicht genauso behandelt werden wie natürlich gewachsenes Echthaar. Hitzebeständigkeit bedeutet insbesondere nicht, dass beliebige Temperaturen oder häufige thermische Belastung empfehlenswert wären.
Gleichzeitig besitzt synthetisches Haar einen wichtigen praktischen Vorteil: Eine eingestellte Frisurenstruktur kann formstabil bleiben, bis sie erneut gezielt verändert wird.
Wenn Sie die grundsätzlichen Unterschiede der Haarmaterialien kennenlernen möchten, finden Sie weitere Informationen in unserem Ratgeber Echthaar oder Kunsthaar – welche Perücke passt zu mir?.
Monofilament, Lace Front und Tressen – die Montur von Effect verstehen
Die Konstruktion von Effect kombiniert verschiedene Verarbeitungstechniken. Das ist sinnvoll, weil unterschiedliche Bereiche eines Haarteils unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Das Monofilament am Oberkopf ist ein feines Trägermaterial, in das die Haare eingearbeitet werden. Durch die feine Struktur kann die darunterliegende Kopfoberfläche optisch hindurchscheinen. Dadurch kann innerhalb dieses Bereichs der Eindruck eines natürlichen Haarwachstums unterstützt werden.
Gleichzeitig ermöglicht die Konstruktion mehr Flexibilität bei der Ausrichtung der Haare und bei der Gestaltung des Scheitels.
An der vorderen Kontur besitzt Effect eine Lace Front. Dabei werden die Haare in ein besonders feines, transparentes Trägermaterial eingearbeitet. Dies unterstützt einen feineren Übergang im Bereich des vorderen Haaransatzes und erweitert die Möglichkeiten, die vorderen Partien zu gestalten.
Weitere Bereiche der Montur sind mit Tressen gearbeitet. Bei dieser Konstruktion werden Haarreihen auf feinen Bändern verarbeitet. Tressen ermöglichen eine leichte und flexible Konstruktion und werden deshalb bei vielen modernen Zweithaarmodellen eingesetzt.
Die Kombination zeigt, warum die Beurteilung einer Montur nicht auf einen einzelnen Begriff reduziert werden sollte. Entscheidend ist, wie die verschiedenen Konstruktionselemente zusammenspielen.
Ausführliche Informationen zu Monofilament, Lace Front, Tressen und Handknüpfung finden Sie in unserem Ratgeber über Perückenmonturen und ihre Unterschiede.
Vier Clips – die Befestigung von Effect richtig beurteilen
Effect wird mithilfe von vier Clips im vorhandenen Eigenhaar befestigt. Diese Art der Fixierung hat den Vorteil, dass das Haarteil selbstständig aufgesetzt und wieder abgenommen werden kann.
Für eine sichere und zugleich möglichst schonende Anwendung ist jedoch entscheidend, wo die Clips sitzen und wie belastbar das Eigenhaar an diesen Stellen ist.
Die Clips sollten nicht lediglich möglichst fest geschlossen werden. Sie benötigen ausreichend Eigenhaar, um das Haarteil zu halten, ohne einzelne bereits geschwächte Haarbereiche unnötig zu belasten.
Gerade bei fortschreitender Haarverdünnung sollte deshalb regelmäßig geprüft werden, ob die ursprünglichen Befestigungspunkte noch geeignet sind.
Auch die Positionierung der Basis beeinflusst die Befestigung. Sitzt Effect zu weit vorne, hinten oder seitlich, können die Clips an ungünstigen Stellen greifen und zugleich die Übergänge zum Eigenhaar verändern.
Weitere Informationen zu verschiedenen Clip-Systemen und ihrer Verwendung finden Sie in unserem Beitrag Toupet Clips – Haarteile und Perücken sicher befestigen.
Die richtige Farbe entscheidet über die Integration
Bei einem Topper bleibt das Eigenhaar sichtbar. Deshalb ist die Farbauswahl bei Effect besonders wichtig. Zweithaar und Eigenhaar treffen unmittelbar aufeinander und bilden gemeinsam die fertige Frisur.
Bei der Auswahl sollte deshalb nicht ausschließlich die Farbe am Ansatz verglichen werden. Ebenso wichtig sind die Bereiche, in denen sich die längeren Partien von Effect mit dem Eigenhaar mischen.
Berücksichtigen Sie insbesondere:
- Grundfarbe des Eigenhaares,
- warme oder kühle Farbwirkung,
- vorhandene Strähnen,
- Farbunterschiede zwischen Ansatz und Längen,
- hellere oder dunklere Spitzen,
- den tatsächlichen Übergangsbereich zwischen Eigenhaar und Topper.
Ellen Wille bietet Effect in verschiedenen Farbvarianten an. Darunter befinden sich sowohl Mix- als auch Rooted-Farben. Bei Mix-Farben werden verschiedene Nuancen miteinander kombiniert. Rooted bezeichnet eine dunkler gestaltete Ansatzwirkung.
Eine Rooted-Farbe ist dabei nicht automatisch die natürlichere Wahl. Sie sollte zum vorhandenen Eigenhaar beziehungsweise zur gewünschten Ansatzwirkung passen.
Außerdem sollte berücksichtigt werden, dass Produktbilder auf Monitoren und Smartphones Farben nur annähernd wiedergeben können. Beleuchtung, Kamera und Bildschirmdarstellung beeinflussen den wahrgenommenen Farbton.
Die wichtigsten Bezeichnungen erklären wir ausführlich in unserem Beitrag über Farbangaben bei Perücken und Haarteilen.
Effect stylen – Eigenhaar und Topper als gemeinsame Frisur betrachten
Ein Oberkopf-Haarteil entfaltet seine Wirkung nicht dadurch, dass es einfach auf das vorhandene Haar gesetzt wird. Entscheidend ist die Verbindung von Eigenhaar und Ergänzungshaar.
Nach der korrekten Positionierung werden die Partien von Effect vorsichtig mit dem vorhandenen Haar zusammengeführt. Die High Heat Fiber bietet dabei zusätzliche Möglichkeiten, die Struktur anzupassen.
Bei thermischem Styling sollte immer innerhalb der für die Faser vorgesehenen Grenzen gearbeitet werden. Darüber hinaus empfiehlt sich grundsätzlich eine möglichst niedrige Temperatur, die für das gewünschte Styling noch ausreicht.
Bei einem Topper ist es häufig sinnvoller, nicht ausschließlich das Zweithaar zu stylen. Eigenhaar und Effect sollten hinsichtlich Haarfall und Struktur gemeinsam betrachtet werden. Nur so entsteht ein möglichst harmonisches Gesamtbild.
Auch zurückgenommene oder teilweise hochgesteckte Frisuren können abhängig von Eigenhaar, Länge und Befestigung möglich sein. Dabei sollte jedoch kein unnötiger Zug auf Montur oder Clips entstehen.
Effect oder ein kleinerer Topper – welche Größe ist sinnvoll?
Die 17 × 17 cm große Basis unterscheidet Effect deutlich von vielen kleinen Haarergänzungen. Ob diese zusätzliche Fläche ein Vorteil ist, hängt vom tatsächlichen Ergänzungsbedarf ab.
| Ausgangssituation | Mögliche Orientierung |
|---|---|
| kleiner, klar begrenzter lichter Bereich | kompakterer Topper kann ausreichen |
| größerer Bereich am Oberkopf verliert an Dichte | Effect kann aufgrund der 17 × 17 cm großen Basis interessant sein |
| Scheitel und angrenzender Oberkopf sollen gemeinsam ergänzt werden | größere Basis kann vorteilhaft sein |
| kaum belastbares Eigenhaar an den Clippositionen | Befestigung und alternative Haarersatzlösung prüfen |
| sehr weitreichender oder vollständiger Haarverlust | gegebenenfalls vollständige Perücke prüfen |
Diese Einteilung ist keine starre Regel. Sie zeigt vielmehr, warum die Größe eines Toppers immer in Verbindung mit der individuellen Haarsituation betrachtet werden sollte.
Ein größeres Haarteil ist nicht automatisch geeigneter, nur weil es mehr Fläche bedeckt. Ebenso wenig ist ein kleiner Topper automatisch unauffälliger. Die passende Lösung ist diejenige, deren Basis den erforderlichen Bereich sinnvoll erfasst und deren Befestigung auf geeigneten Haarbereichen erfolgen kann.
Einen grundlegenden Überblick über verschiedene Möglichkeiten des Haarersatzes finden Sie in unserem Ratgeber zu Perücken, Haarersatz und Toppern.
High Heat Fiber richtig reinigen und pflegen
Auch hitzeresistentes Kunsthaar benötigt eine auf synthetisches Zweithaar abgestimmte Pflege. Normales Haarshampoo und klassische Pflegeprodukte für natürlich gewachsenes Eigenhaar sind dafür nicht automatisch geeignet.
Vor der Reinigung sollte Effect vorsichtig entwirrt werden. Beginnen Sie dabei in den Spitzen und arbeiten Sie sich schrittweise in Richtung Ansatz vor. So lässt sich unnötiger Zug auf Haare und Montur reduzieren.
Während der Reinigung sollte das Haarteil nicht stark gerieben, gerubbelt, verdreht oder ausgewrungen werden. Die Faser wird stattdessen entsprechend der Pflegeempfehlung für synthetisches Zweithaar schonend behandelt.
Nach der Reinigung wird überschüssige Feuchtigkeit vorsichtig aufgenommen. Anschließend sollte das Haarteil materialgerecht trocknen.
Ein wichtiger Unterschied zu Echthaar besteht darin, dass synthetische Fasern ihre eingestellte Struktur weitgehend erhalten können. Bei High Heat Fiber lässt sich diese Struktur darüber hinaus innerhalb der Herstellervorgaben gezielt thermisch verändern.
Eine ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Beitrag Perücken und Haarteile richtig pflegen.
Welche Reinigungsprodukte für Zweithaar vorgesehen sind, erklären wir zusätzlich in unserem Ratgeber über das richtige Perücken-Shampoo.
Effect richtig aufbewahren
Zwischen den Tragezeiten sollte Effect so gelagert werden, dass Montur und Haarstruktur möglichst wenig mechanisch belastet werden.
Ein geeigneter Haarteil- beziehungsweise Perückenständer kann insbesondere nach der Reinigung sinnvoll sein. Er unterstützt die Luftzirkulation und verhindert, dass die Montur unnötig geknickt oder zusammengedrückt wird.
Auch beim Transport sollte darauf geachtet werden, dass die Lace Front und die übrige Basis nicht stark verformt werden. Die feinen Monturmaterialien sollten nicht zwischen schweren Gegenständen liegen oder dauerhaft gefaltet werden.
Direkte Sonneneinstrahlung sowie starke Wärmequellen sind bei der Lagerung ebenfalls zu vermeiden.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Perücken und Haarteile richtig aufbewahren.
Wann Effect möglicherweise nicht die passende Wahl ist
Die relativ große Basis, die High Heat Fiber und die aufwendige Monturkonstruktion machen Effect zu einem vielseitigen Topper. Diese Eigenschaften bedeuten jedoch nicht, dass das Modell für jede Haarsituation die richtige Lösung darstellt.
Eine Alternative sollte insbesondere geprüft werden, wenn:
- nur eine sehr kleine Fläche zusätzliche Haardichte benötigt,
- die 17 × 17 cm große Basis deutlich größer als der tatsächliche Ergänzungsbereich wäre,
- an den vorgesehenen Befestigungsstellen nicht ausreichend belastbares Eigenhaar vorhanden ist,
- die Haarverdünnung bereits weit über den Oberkopf hinausgeht,
- eine deutlich längere Frisur vollständig durch das Zweithaar gebildet werden soll,
- ausdrücklich Echthaar anstelle einer High-Heat-Kunstfaser gewünscht wird.
Die Auswahl sollte deshalb nicht allein anhand des Produktbildes oder der Frisur erfolgen. Bei einem Topper entscheidet vor allem die Übereinstimmung zwischen Montur und tatsächlicher Haarsituation darüber, ob das Modell sinnvoll eingesetzt werden kann.
Worauf Sie vor der Entscheidung für Ellen Wille Effect achten sollten
Effect gehört zu den Haarteilen, bei denen sich ein genauer Blick auf die technischen Eigenschaften besonders lohnt. Die 17 × 17 cm große Basis bietet eine umfangreichere Abdeckung als viele kleine Topper. Genau deshalb muss zunächst geklärt werden, ob diese Größe zur eigenen Haarsituation passt.
Anschließend sollten die 18 bis 35 cm langen Haarpartien mit Eigenhaarlänge und Haarschnitt verglichen werden. Farbe und Haarstruktur müssen ebenfalls harmonieren, weil das eigene Haar Bestandteil der fertigen Frisur bleibt.
Auch die Clipbefestigung sollte berücksichtigt werden. An den vorgesehenen Positionen muss geeignetes Eigenhaar vorhanden sein.
Vor der Auswahl sollten deshalb insbesondere folgende Faktoren gemeinsam betrachtet werden:
- Größe und Lage des Bereichs mit verringerter Haardichte,
- Monturgröße von etwa 17 × 17 cm,
- Haarlänge von ungefähr 18 bis 35 cm,
- Eigenhaarlänge und vorhandener Haarschnitt,
- Belastbarkeit des Eigenhaares an den vier Clippositionen,
- Farbe und Farbverlauf des Eigenhaares,
- gewünschte Scheitel- und Haaransatzgestaltung,
- Stylingmöglichkeiten der High Heat Fiber,
- persönlicher Pflegeaufwand.
Wenn diese Faktoren zusammenpassen, lässt sich wesentlich zuverlässiger beurteilen, ob Effect tatsächlich die richtige Haarergänzung ist.
Fazit: Ellen Wille Effect verbindet größere Abdeckung mit flexiblem High-Heat-Styling
Das Ellen Wille Effect Haarteil ist ein vergleichsweise großzügig dimensionierter Topper aus der Top Power Kollektion. Seine etwa 17 × 17 cm große Basis kann einen größeren Bereich des Oberkopfes ergänzen, während Haarlängen von ungefähr 18 bis 35 cm die Verbindung mit der vorhandenen Frisur ermöglichen.
Die High Heat Fiber erweitert die Möglichkeiten bei der Gestaltung der Haarstruktur. Monofilament am Oberkopf unterstützt eine flexible Scheitelgestaltung, während die Lace Front einen fein gearbeiteten vorderen Übergang ermöglicht. Tressen ergänzen die Konstruktion in weiteren Bereichen. Vier Clips dienen zur Befestigung im vorhandenen Eigenhaar.
Damit kann Effect besonders interessant sein, wenn die Haarverdünnung nicht mehr nur eine sehr kleine Scheitelzone betrifft, gleichzeitig aber noch ausreichend Eigenhaar vorhanden ist und eine vollständige Perücke nicht erforderlich oder nicht gewünscht ist.
Entscheidend bleibt die richtige Auswahl. Die größere Basis ist nur dann ein Vorteil, wenn sie zum tatsächlichen Ergänzungsbereich passt. Ebenso müssen Eigenhaar, Befestigung, Länge, Farbe und Struktur berücksichtigt werden.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, verbindet Effect eine gezielte Haarergänzung mit einer größeren Abdeckungsfläche und den flexiblen Stylingmöglichkeiten moderner High Heat Fiber – ohne dass die vorhandene Frisur vollständig unter einer Perücke verschwinden muss.