Directions Gebrauchsanweisung

Directions Anwendung – Haarfarbe richtig anwenden

Bei der Directions Anwendung entscheiden vor allem die Ausgangshaarfarbe, eine sorgfältige Vorbereitung und das gleichmäßige Auftragen darüber, wie die gewählte Nuance sichtbar wird. Directions ist eine direktziehende Haarfarbe und wird gebrauchsfertig verwendet. Sie hellt das Haar nicht auf, weshalb die vorhandene Haarfarbe einen wesentlichen Einfluss auf das spätere Ergebnis hat.

Directions unterscheiden sich dabei von klassischen oxidativen Haarfarben. Die gebrauchsfertige Farbcreme wird ohne zusätzlichen Entwickler verwendet und kann das Haar während der Anwendung nicht aufhellen.

Diese Directions Gebrauchsanweisung führt Schritt für Schritt durch die Anwendung und erklärt zugleich, warum Ausgangsbasis, Vorbereitung, Farbauftrag und anschließende Pflege für das Ergebnis wichtig sind. Beachten Sie zusätzlich immer die aktuellen Anwendungs- und Sicherheitshinweise auf der Originalverpackung des verwendeten Produkts.

Directions Gebrauchsanweisung für La Riche Haarfarbe

Was sind La Riche Directions?

Directions sind direktziehende, semi-permanente Haarfarben von La Riche. Anders als bei einer oxidativen Coloration wird die Farbcreme für die eigentliche Anwendung nicht mit Wasserstoffperoxid oder einer Entwickler Lotion gemischt, sondern gebrauchsfertig eingesetzt.

Die vorhandene Haarfarbe bleibt damit ein wesentlicher Bestandteil des sichtbaren Ergebnisses. Derselbe Farbton kann auf sehr hellem blondiertem Haar deutlich anders erscheinen als auf dunkelblondem, braunem oder bereits gefärbtem Haar.

Besonders helle, klare und leuchtende Fashion-Nuancen benötigen daher eine entsprechend helle Ausgangsbasis, wenn die gewünschte Farbrichtung möglichst unverfälscht sichtbar werden soll. Auf dunklerem Haar können kräftigere Nuancen dagegen je nach Ausgangsbasis als zurückhaltender Farbton oder Reflex erscheinen.

Mehr über das Unternehmen hinter der Farbserie erfahren Sie auf unserer Herstellerseite zu La Riche Directions.

Ausgangshaarfarbe und Haarstruktur richtig einschätzen

Eine der häufigsten Fragen vor der Anwendung ist, ob das Haar zunächst blondiert werden muss. Eine pauschale Antwort wäre falsch, denn entscheidend sind sowohl die gewünschte Nuance als auch die vorhandene Ausgangshaarfarbe.

Für besonders leuchtende, klare oder pastellige Farbergebnisse ist normalerweise eine entsprechend helle Ausgangsbasis erforderlich. Auf dunklem Haar können helle Nuancen nicht dieselbe sichtbare Wirkung entwickeln wie auf sehr hellem beziehungsweise aufgehelltem Haar.

Eine notwendige Aufhellung ist allerdings ein eigenständiger chemischer Vorgang und darf nicht mit der eigentlichen Anwendung der direktziehenden Farbcreme gleichgesetzt werden. Besonders bei bereits chemisch behandeltem, stark beanspruchtem oder mehrfach blondiertem Haar sollte sorgfältig beurteilt werden, ob die Haarstruktur für eine weitere Aufhellung geeignet ist.

Auch vorhandene Gelb-, Gold-, Kupfer- oder Rotanteile können das spätere Farbergebnis beeinflussen. Hinzu kommt die Porosität: Stark aufgehellte oder beanspruchte Haarpartien können Pigmente anders aufnehmen als weniger poröse Bereiche. Eine ungleichmäßige Ausgangsbasis kann deshalb auch zu unterschiedlich intensiven Farbergebnissen führen.

Die aktuell erhältlichen Nuancen können Sie in unserer Kategorie für Directions Haarfarben ansehen.

Die Anwendung sorgfältig vorbereiten

Eine gute Vorbereitung erleichtert einen gleichmäßigen Farbauftrag und hilft gleichzeitig dabei, unerwünschte Verfärbungen an Haut, Kleidung und Umgebung zu vermeiden. Direktziehende Farbpigmente können insbesondere bei kräftigen Nuancen sehr intensiv sein.

Vor einer vollständigen Coloration empfiehlt sich ein Strähnentest an einer kleinen, möglichst unauffälligen Haarpartie. Dadurch lässt sich wesentlich besser einschätzen, wie die ausgewählte Nuance mit der persönlichen Ausgangshaarfarbe und Haarstruktur zusammenspielt.

Zusätzlich sind die aktuellen Herstellerangaben zum Hautverträglichkeitstest und die Warnhinweise auf der Produktverpackung zu beachten. Hersteller können Rezepturen, Kennzeichnungen und Anwendungshinweise verändern, weshalb die Angaben auf der aktuell verwendeten Originalverpackung grundsätzlich maßgeblich sind.

Für die Anwendung sollten Sie die benötigten Utensilien bereits vor Beginn bereitlegen:

  • La Riche Directions Farbcreme 100 ml im gewünschten Farbton,
  • geeignete Schutzhandschuhe,
  • einen Färbepinsel,
  • Haarklammern zum Abteilen der Haare,
  • ältere beziehungsweise farbunempfindliche Handtücher,
  • einen geeigneten Schutz für Kleidung und Arbeitsflächen sowie
  • bei Bedarf ein geeignetes Hautschutzprodukt für die Bereiche entlang des Haaransatzes.

Besonders bei längeren oder sehr dichten Haaren sollte vor Beginn außerdem geprüft werden, ob ausreichend Farbcreme für die gesamte Anwendung vorhanden ist. Zu wenig Produkt kann einen gleichmäßig gesättigten Farbauftrag erschweren.

Directions richtig anwenden – Schritt für Schritt

Nach der Vorbereitung kann die eigentliche Coloration beginnen. Die folgenden Schritte bieten eine praktische Orientierung. Sollten die Angaben auf der aktuell verwendeten Originalverpackung davon abweichen, haben die Herstellerhinweise Vorrang.

Schritt 1: Haare für die Coloration vorbereiten

Das Haar sollte entsprechend den aktuellen Anwendungshinweisen vorbereitet werden. Rückstände von Stylingprodukten, Ölen oder stark filmbildenden Pflegeprodukten können einen gleichmäßigen Farbauftrag erschweren.

Wird das Haar vor der Anwendung gewaschen, sollte unmittelbar davor auf eine sehr reichhaltige Kur oder andere stark filmbildende Produkte verzichtet werden. Bereiten Sie das Haar anschließend so vor, wie es die Angaben auf der verwendeten Produktverpackung vorsehen.

Schritt 2: Haar abteilen

Teilen Sie das Haar vor dem Farbauftrag in mehrere überschaubare Partien. Dadurch lassen sich insbesondere längere oder dichte Haare systematischer bearbeiten und die Farbcreme kann kontrollierter verteilt werden.

Bei Strähnen, farbigen Spitzen oder mehrfarbigen Looks sollten die einzelnen Bereiche bereits vor dem Farbauftrag klar voneinander getrennt werden.

Schritt 3: Haut, Kleidung und Umgebung schützen

Ziehen Sie geeignete Schutzhandschuhe an und schützen Sie Kleidung, Handtücher sowie empfindliche Oberflächen. Besonders intensive Farbpigmente können sichtbare Flecken hinterlassen.

Am Haaransatz, an den Ohren und gegebenenfalls im Nacken kann ein geeignetes Hautschutzprodukt verwendet werden. Dieses sollte möglichst nicht auf die tatsächlich zu färbenden Haare gelangen.

Auch Waschbecken, Fugen, Boden und andere Flächen im Arbeitsbereich sollten geschützt werden. Farbspritzer am besten möglichst zeitnah entfernen.

Schritt 4: Farbcreme gleichmäßig auftragen

Die Directions Farbcreme wird gebrauchsfertig verwendet und für die Anwendung nicht mit Entwickler oder Wasserstoffperoxid vermischt.

Tragen Sie die Farbe mit einem geeigneten Färbepinsel systematisch auf die vorgesehenen Haarpartien auf. Arbeiten Sie Abschnitt für Abschnitt und achten Sie darauf, dass die gewünschten Bereiche gleichmäßig mit Farbcreme bedeckt sind.

Bei mehreren verwendeten Nuancen sollten die einzelnen Farbpartien sorgfältig voneinander getrennt werden, um ein unerwünschtes Vermischen möglichst zu vermeiden.

Schritt 5: Farbe einwirken lassen

Halten Sie sich bei der Einwirkzeit an die Angaben auf der aktuell verwendeten Originalverpackung. Eine längere Einwirkzeit sollte nicht automatisch mit einem intensiveren oder besseren Ergebnis gleichgesetzt werden.

Der vorherige Strähnentest hilft dabei, die Farbwirkung auf der individuellen Ausgangsbasis bereits vor der vollständigen Anwendung einzuschätzen. Ausgangshaarfarbe, Porosität und gleichmäßige Produktsättigung können für das Ergebnis ebenso entscheidend sein wie die eigentliche Einwirkzeit.

Schritt 6: Farbe gründlich ausspülen

Nach der vorgesehenen Einwirkzeit wird die Farbe entsprechend den aktuellen Anwendungshinweisen gründlich ausgespült. Dabei kann zunächst deutlich pigmentiertes Wasser aus dem Haar austreten.

Achten Sie beim Ausspülen darauf, dass das farbige Wasser möglichst wenig mit Kleidung und empfindlichen Oberflächen in Kontakt kommt. Auch nach der Coloration sind ältere beziehungsweise dunkle Handtücher eine praktische Wahl, da intensive Farbtöne noch Pigmente abgeben können.

Warum kann das Farbergebnis anders ausfallen?

Dass derselbe Farbton bei verschiedenen Personen unterschiedlich aussieht, ist bei direktziehenden Haarfarben grundsätzlich möglich. Entscheidend ist, dass die aufgetragene Nuance nicht unabhängig von der vorhandenen Haarfarbe betrachtet werden kann.

Starke Gelb- oder Goldreflexe in aufgehelltem Haar können beispielsweise das Ergebnis einer darüber aufgetragenen blauen oder violetten Nuance sichtbar beeinflussen. Ebenso können unterschiedlich stark aufgehellte Haarpartien nach der Coloration verschiedene Farbintensitäten zeigen.

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören:

  • Ausgangshaarfarbe und Helligkeitsstufe,
  • vorhandene warme oder kühle Untertöne,
  • frühere Colorationen und Aufhellungen,
  • Porosität und Zustand der Haare,
  • gleichmäßige Ausgangsbasis,
  • Sorgfalt und Sättigung beim Farbauftrag sowie
  • die ausgewählte Nuance.

Gerade bei einer neuen Farbe oder mehrfach chemisch behandeltem Haar liefert ein vorheriger Strähnentest deshalb wertvolle Informationen über das zu erwartende Ergebnis.

Directions kann das Haar nicht aufhellen

Ein wichtiger Unterschied zu einer oxidativen Haarfarbe besteht darin, dass die gebrauchsfertige Farbcreme keine Aufhellungswirkung besitzt. Eine helle Nuance kann dunkles Haar deshalb nicht zunächst aufhellen und anschließend in der gewünschten Fashion-Farbe erscheinen lassen.

Die Farbpigmente verändern die vorhandene Ausgangsbasis optisch, ohne das Haar während der Directions-Anwendung aufzuhellen. Soll beispielsweise ein sehr heller oder pastelliger Farbton auf deutlich dunklerem Haar sichtbar werden, muss deshalb zunächst beurteilt werden, welche Ausgangsbasis für das gewünschte Ergebnis notwendig ist.

Eine Blondierung ist ein eigenständiger chemischer Prozess und kann die Haarstruktur beanspruchen. Besonders bei vorgeschädigtem oder bereits mehrfach aufgehelltem Haar sollte eine weitere Blondierung nicht unkritisch durchgeführt werden.

Wie lange hält die semi-permanente Farbe?

Eine für alle Haare und Farbtöne gültige Anzahl von Haarwäschen lässt sich nicht seriös festlegen. Als semi-permanente, direktziehende Haarfarbe verliert Directions mit der Zeit und den Haarwäschen allmählich an Intensität.

Wie schnell die Farbe verblasst, hängt unter anderem von der ausgewählten Nuance, der Ausgangsbasis, der Haarstruktur, der Porosität und der Häufigkeit der Haarwäsche ab. Auch verwendete Pflegeprodukte, Wassertemperatur und vorherige chemische Behandlungen können Einfluss nehmen.

Auf stark aufgehelltem oder porösem Haar können bestimmte Pigmente unter Umständen länger sichtbar bleiben. Dies sollte insbesondere berücksichtigt werden, wenn häufig zwischen sehr unterschiedlichen Fashion-Farben gewechselt werden soll.

Farbintensität durch die richtige Pflege länger erhalten

Da bei jeder Haarwäsche nach und nach Farbpigmente verloren gehen können, beeinflusst die weitere Pflegeroutine die wahrgenommene Haltbarkeit einer semi-permanenten Coloration.

Sehr häufiges Waschen und hohe Wassertemperaturen können das Verblassen beschleunigen. Eine milde, auf coloriertes Haar abgestimmte Haarpflege kann daher sinnvoll sein. Gleichzeitig sollte sich die Pflege immer auch am tatsächlichen Zustand der Haare orientieren.

Das gilt besonders für zuvor blondiertes Haar. Dass die Directions Farbcreme selbst ohne oxidativen Entwickler verwendet wird, ändert nichts daran, dass eine vorherige chemische Aufhellung das Haar beanspruchen kann und eine darauf abgestimmte Pflege benötigt.

Verschiedene Farbtöne kombinieren und mischen

Unterschiedliche Nuancen lassen sich für kreative Farbgestaltungen miteinander kombinieren. Dadurch können mehrfarbige Looks, individuelle Farbbereiche oder eigene Zwischentöne entstehen.

Beim Mischen ist allerdings ein gewisses Farbverständnis hilfreich. Zwei einzeln attraktive Farben ergeben zusammen nicht zwangsläufig den erwarteten Mischton. Abhängig von den enthaltenen Farbrichtungen können sich Pigmente gegenseitig beeinflussen, neutralisieren oder einen deutlich dunkleren beziehungsweise matteren Ton erzeugen.

Auch bei selbst zusammengestellten Mischungen empfiehlt sich daher ein Strähnentest. Notieren Sie bei einem gelungenen Farbton außerdem das verwendete Mischungsverhältnis, damit sich die Mischung bei einer späteren Anwendung möglichst ähnlich reproduzieren lässt.

Sicherheitshinweise bei der Anwendung beachten

Auch direktziehende Haarfarben müssen sachgerecht verwendet werden. Lesen Sie deshalb vor jeder Anwendung die aktuellen Hinweise und Warnhinweise auf der Originalverpackung, selbst wenn Sie das Produkt bereits früher verwendet haben.

  • Den vorgeschriebenen Hautverträglichkeitstest entsprechend den aktuellen Herstellerangaben durchführen.
  • Vor der vollständigen Coloration einen Strähnentest durchführen.
  • Während des Farbauftrags geeignete Schutzhandschuhe tragen.
  • Kontakt mit den Augen vermeiden.
  • Das Produkt nicht zur Färbung von Wimpern oder Augenbrauen verwenden.
  • Die gebrauchsfertige Farbcreme nicht mit Entwickler oder Wasserstoffperoxid mischen.
  • Haut, Kleidung und empfindliche Oberflächen vor Farbflecken schützen.
  • Bei Augenkontakt die Hinweise auf der Originalverpackung beachten und die Augen entsprechend den dortigen Vorgaben ausspülen.
  • Das Produkt außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Bei auffälligen Hautreaktionen oder Unsicherheiten hinsichtlich der Verträglichkeit sollte die Anwendung beendet beziehungsweise auf die Coloration verzichtet und bei Bedarf fachlicher oder medizinischer Rat eingeholt werden.

Directions Gebrauchsanweisung kurz zusammengefasst

  1. Aktuelle Anwendungs- und Sicherheitshinweise auf der Originalverpackung lesen.
  2. Hautverträglichkeitstest entsprechend der aktuellen Herstelleranweisung durchführen.
  3. Vor der vollständigen Coloration einen Strähnentest vornehmen.
  4. Haare entsprechend den Anwendungshinweisen vorbereiten.
  5. Handschuhe tragen sowie Haut, Kleidung und Umgebung schützen.
  6. Das Haar für einen kontrollierten Farbauftrag in Partien unterteilen.
  7. Directions gebrauchsfertig und ohne zusätzlichen Entwickler gleichmäßig auftragen.
  8. Die auf der Originalverpackung angegebene Einwirkzeit beachten.
  9. Die Farbe anschließend entsprechend den Anwendungshinweisen gründlich ausspülen.
  10. Bei der weiteren Haarpflege den semi-permanenten Charakter der Farbe berücksichtigen.

Fazit: Gute Vorbereitung entscheidet über das Farbergebnis

Die eigentliche Anwendung von La Riche Directions ist überschaubar. Für ein möglichst gleichmäßiges und dem gewünschten Farbton entsprechendes Ergebnis sind jedoch die passende Ausgangshaarfarbe, der Zustand der Haare und eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend.

Da die Farbcreme ohne Entwickler verwendet wird und das Haar selbst nicht aufhellen kann, muss die vorhandene Ausgangsbasis bereits zur gewünschten Farbwirkung passen. Besonders bei sehr hellen, leuchtenden oder pastelligen Nuancen spielt dies eine zentrale Rolle.

Strähnentest, sorgfältiges Abteilen, gleichmäßiger Farbauftrag und die Beachtung der aktuellen Herstellerhinweise schaffen gute Voraussetzungen für ein kontrolliertes Ergebnis. Wer diese Punkte berücksichtigt, kann die vielfältigen kreativen Möglichkeiten der semi-permanenten Farbcremes gezielter nutzen.

Im Friseurbedarf24 Online Shop finden Sie die aktuell verfügbaren Farbtöne von La Riche. Über unsere Directions Haarfarben gelangen Sie direkt zur Farbauswahl und können dort die gewünschte Nuance auswählen.

Tags: Directions
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